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Jan Fedder: Das Letzte, was ein Kollege von ihm hörte, war eine Sprachnachricht – dann kam die traurige Mitteilung

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Jan Fedder: Ehemaliger Kollege Sven Walser erinnert sich an besondere Momente mit der Hamburger Ikone Foto: imago images / Andre Poling und imago images / Future Image

Vor wenigen Tagen stand die verstorbene „Großstadtrevier“-Ikone Jan Fedder mal wieder im Mittelpunkt: Er wäre am 14. Januar nämlich 66 Jahre alt geworden. Deshalb pilgerten viele Fans an sein Grab in Ohlsdorf (MOIN.DE berichtete). Sie vergessen ihn nicht.

Neben dem „Großstadtrevier“ spielte Jan Fedder aber auch die Hauptrolle in der NDR-Fernsehserie „Neues aus Büttenwarder“. Sie spielt in Schleswig-Holstein und Fedder verkörperte den Bauern „Kurt Brakelmann“. Nun berichtet ein Kollege aus der Serie von seinen Erinnerungen an den Hamburger.

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Jan Fedder spielte Hauptrolle in „Neues aus Büttenwarder“

Ganze 20 Jahre stand der heute 57-Jährige Sven Walser als Stallknecht „Kuno Eggers“ in der Heimatserie neben Jan Fedder vor der Kamera.

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Das war Jan Fedder:

  • Jan Fedder wurde am 14. Januar 1955 geboren.
  • Er wuchs in St. Pauli auf. Seine Eltern betrieben das Lokal „Zur Überseebrücke“, das direkt im Hamburger Hafen lag.
  • Schon mit 13 Jahren stand Jan Fedder zum ersten Mal vor der Kamera.
  • Immer wieder hat Jan Fedder norddeutsche Charaktere verkörpert. Berühmtheit erlangte er durch die Rolle des Revierleiters Dirk Matthies im „Großstadtrevier“. Fast 30 Jahre lange war er Teil der Serie.
  • Im Jahr 2000 heiratete er seine Frau Marion.
  • Neben seiner Wohnung in Hamburg, die er bis zuletzt als „Junggesellenbude“ bezeichnete, besaß der Schauspieler auch ein Anwesen in Ecklak in Schleswig-Holstein.
  • 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms festgestellt. Den Krebs hat er besiegt, gestorben ist er laut Marion Fedder „am plötzlichen Herztod“ in seiner Wohnung in Hamburg.

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Im Interview mit der „Norddeutschen Rundschau“ verrät er, was für ihn Jan Fedder besonders machte.

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Wie bereits viele andere erzählt auch Walser, dass Fedder zwar ein „Großmaul“ gewesen sei, aber doch „sein Herz am richtigen Fleck“ hatte.

Besonders makaber sei der letzte Kontakt mit seinem Serien-Kollegen gewesen.

Fedder habe ihn zwei Tage vor seinem Tod angerufen, aber nicht erreicht und deshalb auf der Mailbox eine Nachricht hinterlassen.

Walser versuchte ihn dann auch zu erreichen, aber vergeblich. Weil er in der Nachricht so fröhlich klang, konnte Walser die traurige Meldung von Fedders Tod gar nicht glauben. Die Meldung habe ihn förmlich aus den „Latschen gehauen“, teilt er der „Norddeutschen Rundschau“ mit.

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Aber was dem 57-Jährigen Schauspieler wohl immer in Erinnerung bleiben wird, ist der Spaß, den er mit Fedder am Set hatte.

Besonders hervorzuheben sei die Tatsache, dass Feder immer in der Lage gewesen sei das, „was in dem Moment beim Drehen passiert, aufzunehmen und zu verhandeln in seinem Spiel“.

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Walser verrät der „Norddeutschen Rundschau“ weiter: „Ich weiß gar nicht, ob er sich selbst dessen bewusst war. Dadurch hatte man immer sehr viel Spaß mit ihm.“

Was ein „Großstadt-Revier“-Kollege über den verstorbenen Jan Fedder zu erzählen hat >>> erfährst du hier.

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(pag)