Jan Fedder: Stadt will ihm besondere Ehre erweisen, doch es gibt harsche Kritik – „Übertrieben und unnötig“

Was die Hansestadt Hamburg für Jan Fedder plant, sorgt für Kritik.
Was die Hansestadt Hamburg für Jan Fedder plant, sorgt für Kritik.
Foto: Fabian Bimmer/dpa

Hamburg. Für zahlreiche Fans und in ganz Hamburg wird „Großstadtrevier“-Legende Jan Fedder für immer unvergessen bleiben.

Deshalb hat die Hansestadt eine ganz besondere Ehre für Jan Fedder geplant. Der Vorschlag kam von seiner Witwe Marion. Doch das Vorhaben stößt nicht nur auf Begeisterung.

Besondere Ehre für Jan Fedder

Die berühmte Hafenpromenade zwischen den Landungsbrücken und Baumwall soll nach dem Volksschauspieler benannt werden! (MOIN.DE berichtete)

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Sowohl Innensenator Andy Grote als auch Kultursenator Carsten Brosda haben sich bereits für die Idee ausgesprochen. „Er hat es verdient, dass gerade hier an der Hafenkante, in seinem Revier, dauerhaft an ihn erinnert wird“, so Andy Grote.

Und weiter: „Die kürzlich fertiggestellte Promenade ist für die Benennung nach Jan Fedder ideal, weil sie an zahlreichen Orten seines Lebens und Wirkens unmittelbar vorbeiführt.“

Fans von Jan Fedder diskutieren Vorschlag

In den sozialen Netzwerken wird die Nachricht heftig diskutiert. Viele Fans freuen sich über die besondere Ehrung ihres Helden, aber es hagelt auch Kritik.

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Das war Jan Fedder:

  • Jan Fedder wurde am 14. Januar 1955 geboren.
  • Er wuchs in St. Pauli auf. Seine Eltern betrieben das Lokal „Zur Überseebrücke“, das direkt im Hamburger Hafen lag.
  • Schon mit 13 Jahren stand Jan Fedder zum ersten Mal vor der Kamera.
  • Immer wieder hat Jan Fedder norddeutsche Charaktere verkörpert. Berühmtheit erlangte er durch die Rolle des Revierleiters Dirk Matthies im „Großstadtrevier“. Fast 30 Jahre lange war er Teil der Serie.
  • Im Jahr 2000 heiratete er seine Frau Marion.
  • Neben seiner Wohnung in Hamburg, die er bis zuletzt als „Junggesellenbude“ bezeichnete, besaß der Schauspieler auch ein Anwesen in Ecklak in Schleswig-Holstein.
  • 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms festgestellt. Den Krebs hat er besiegt, gestorben ist er laut Marion Fedder „am plötzlichen Herztod“ in seiner Wohnung in Hamburg.

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„Ich finde es toll, ihm so ein Andenken zu geben“, schreibt eine Frau bei Facebook. „Eine sehr gute Idee“, findet ein Mann. „Er hat es verdient“, schließt sich ein weiterer Mann an.

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Jan Fedder würde sich „im Grab umdrehen“

Doch es werden auch Gegenstimmen laut. „Schwachsinn“, kommentiert eine Frau. Als „übertrieben und unnötig“ bezeichnet eine andere Frau das Vorhaben.

Auch dieser Mann findet klare Worte: „Finde ich nicht gut. Man kann auch alles übertreiben“, schreibt er. Ein anderer Fan merkt an, dass der Schauspieler sehr bodenständig gewesen sei und würde sich deshalb „im Grab umdrehen, wenn er das wüsste“.

„Nichts gegen Jan Fedder“, heißt es in einem anderen Kommentar. „Aber ein Kult, als wenn der größte Hamburger aller Zeiten verstorben wäre.“

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Ein paar Leute schlagen vor, dass die Promenade stattdessen nach einem Alltagshelden wie etwa einer Krankenschwester benannt werden sollte. Die finale Entscheidung liegt allerdings beim Hamburger Senat.

Erst einmal wird der Vorschlag in der Bezirksversammlung Mitte geprüft. Wie es dann weitergeht mit der Promenade, bleibt abzuwarten. (lh)