Hamburg: Miniatur Wunderland zeigt spektakulären neuen Bereich – ein unscheinbares Detail liegt den Modellbauern besonders am Herzen

Die Gründer des Miniatur Wunderlands, Gerrit und Frederik Braun, sind selbst riesige Kirmes-Fans.
Die Gründer des Miniatur Wunderlands, Gerrit und Frederik Braun, sind selbst riesige Kirmes-Fans.
Foto: MOIN.DE

Hamburg. Tausende Lichter blinken in allen Farben. Zahlreiche Fahrgeschäfte drehen ihre Runden und die Menschen essen Zuckerwatte und Schmalzkuchen. Die Rede ist nicht etwa vom Hamburger Dom, sondern von der neuen Kirmes im Miniatur Wunderland in Hamburg.

Auf nur acht Quadratmeter hat das Museum in Hamburg einen dennoch spektakulären und beeindruckenden Jahrmarkt entstehen lassen, den die beiden Chefs am Dienstag feierlich eröffnet haben.

Miniatur Wunderland erneuert Kirmes

Ganz typisch für die Mini-Welten des Wunderlandes setzt sich das beeindruckende Gesamtbild aus vielen Einzelheiten zusammen. Ein unscheinbares Detail liegt den Modellbauern dabei besonders am Herzen.

Die Kirmes im Miniatur Wunderland
Die Kirmes im Miniatur Wunderland

Die Kirmes gibt es eigentlich schon seit der Gründung des Wunderlandes. „Die war aber langsam nicht mehr zeitgemäß“, sagt Frederik Braun, einer der Chefs.

9.000 Mini-Besucher im Miniatur Wunderland

Die Technik habe sich inzwischen so rasant weiterentwickelt, dass er und sein Bruder eine „größere, aufwendigere und verrücktere“ Kirmes bauen wollten – was den Modellbauern absolut gelungen ist.

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Rund um die 150 Buden und Fahrgeschäfte, in denen 100.000 LED-Lichter verbaut sind, tummeln sich 9.000 Mini-Besucher.

Unauffälliges Detail mit besonderer Bedeutung für die Macher vom Miniatur Wunderland

In dem gigantischen Wimmelbild gibt es eine unauffällige Kleinigkeit, die für die Modellbauer eine besondere Bedeutung hat.

„Das ist die Schausteller-Schule“, verrät Gründer Frederik Braun MOIN.DE und zeigt auf die Wohnwagensiedlung der Schausteller, die sich dem bunten Kirmes-Treiben anschließt.

In einem der Wagen sitzen mehrere Kinder an ihren Pulten. Als Frederik und sein Bruder Gerrit mit dem Bau der Mini-Kirmes begonnen hatten, haben sie einen Rundgang über dem Hamburger Dom gemacht.

„Hat mich am meisten berührt“

„Die Schule hat mich dabei am meisten berührt“, erinnert sich der Wunderland-Chef. „Da sind Kinder unterschiedlichster Altersklassen zusammengekommen und sie sahen alle sehr glücklich aus“, berichtet er MOIN.DE.

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Daten und Fakten zum Miniatur Wunderland:

  • Das Miniatur Wunderland ist die größte Modelleisenbahnanlage der Welt
  • Die Idee kam Gründer Frederik Braun als er bei einem Spaziergang in Zürich auf ein Modellbahngeschäft gestoßen ist
  • Knapp ein Jahr später eröffnete er mit seinem Zwillingsbruder Gerrit das Miniatur Wunderland am 16. August 2001
  • Auf der 1.499 Quadratmeter großen Anlagefläche liegen insgesamt 15,715 Kilometer Gleise im Maßstab 1:87
  • Insgesamt 1.040 Züge und 9.250 Autos durchfahren neun Mini-Welten (Abschnitte)

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Für die Besucher gibt es aber noch so einige weitere Szenen auf dem Jahrmarkt zu entdecken.

„Wir haben liebevolle kleine Geschichten zusammengestellt, die das Kirmes-Leben auch ein bisschen durch den Kakao ziehen sollen“, erzählt Frederik Braun MOIN.DE.

Versteckte Szenen im Miniatur Wunderland

Ein Paar, das ein überdimensionales Lebkuchen-Herz trägt, und einen Ballonverkäufer, der mit seinen Helium-Ballons abhebt, zum Beispiel.

Ein weiteres Detail, auf das die Modellbauer aufmerksam machen, befindet sich an einer kleinen Imbissbude.

Um diese herum sind auf dem Boden Markierungen zum Einhalten des Mindestabstands angebracht – ein Überbleibsel aus der Coronakrise.

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Die Modellbauer haben nämlich eine Kirmes der Zukunft errichtet, für die Zeit nach der Krise. „Die Menschen können sich wieder frei bewegen, nur ein Stand hat vergessen, die Markierungen wegzunehmen“, erklärt Frederik Braun MOIN.DE.

Ablenkung für die Besucher vom Miniatur Wunderland

Abgesehen davon hat Corona aber bewusst keinen Eingang in den Mini-Jahrmarkt gefunden. Die Besucher sollen „die Welt da draußen vergessen und auf die Zeit nach der Krise hinfiebern“.

An dem Bauabschnitt hat das Museum insgesamt 14 Monate gearbeitet.

Modellbauer bleiben optimistisch

Kurz vor dem Lockdown war der Jahrmarkt zwar schon fast fertig, trotzdem haben die Chefs noch einmal ein enormes Arbeitspensum in den letzten Schliff gesteckt.

„Dass wir es uns geleistet haben, trotz Corona zu bauen, sehen wir als wichtiges Zeichen, dass wir positiv in die Zukunft schauen“, findet Frederik Braun.

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Und obwohl das Miniatur Wunderland immer noch Verluste macht, behalten die Brüder ihren Optimismus und arbeiten bereits fleißig am nächsten Projekt: Monaco und die Provence im Mini-Format. Die Eröffnung ist für Ende des Jahres angepeilt.