Aida: Zwei Schiffe fahren aufeinander zu – dann wird plötzlich ein Rettungsboot zu Wasser gelassen

In Skandinavien traf die AidaSol auf die AidaDiva.
In Skandinavien traf die AidaSol auf die AidaDiva.
Foto: Otto Müller

Endlich wieder Kreuzfahrten! Bei den großen Reedereien Aida und Tui Cruises nehmen die Touren nach monatelanger Pause Fahrt auf.

So starteten vor einigen Tagen auch wieder Reisen der Aida von Kiel aus Richtung Skandinavien. Auf der sogenannten Ahoi-Tour der „Aida Sol“ erlebte ein Urlauber nun ein Aufeinandertreffen, das es in sich hatte.

Aida: Besonderes Schwestertreffen im Skagerrak

Wie Otto Müller gegenüber MOIN.DE berichtet, war er auf der viertägigen Reise mit an Bord. Im Skagerrak, dem Seegebiet zwischen Dänemark und Norwegen, habe es dann eine besondere Begegnung gegeben.

Dort trafen die Schwesterschiffe „Aida Sol“ und „Aida Diva“ nämlich aufeinander. Letztere liegt laut Müller seit mehr als einem Jahr dort auf Reede. Etwa 90 Crewmitglieder sind auch ohne Gäste an Bord, um den Betrieb des Schiffes aufrecht zu erhalten.

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Bei der Begegnung konnten Urlauber ein besonderes Ritual beobachten. Als die Schiffe aufeinander zufuhren, wurde von der „Diva“ ein Rettungsboot zu Wasser gelassen. Grund zur Sorge gab es allerdings nicht.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg

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Das Tenderboot, das auch zum Transport von Passagieren genutzt wird, wurde lediglich für den Austausch von Geschenken von den Leinen gelassen.

Aida: Crews tauschen Geschenke aus

„Laut Info von unserer Crew handelte es sich bei den Gastgeschenken hauptsächlich um Artikel des täglichen Bedarfs und auch persönliche Dinge. Die Crew ist ja eine große Familie. Die Diva hatte ein Tenderboot zu uns geschickt, damit die Sachen transportiert werden konnten“, so Müller gegenüber MOIN.DE. „Die Begegnung war sehr emotional.“

Unter den Geschenken habe sich auch ein großes Fass Bier befunden, so Müller weiter. Zudem habe der Austausch unter einem großen „Hornbattle“ stattgefunden.

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Auch auf Facebook freuen sich viele Aida-Fans über den Anblick des Aufeinandertreffens und verspüren Sehnsucht nach Reisen mit der Kussmund-Flotte. Die Begegnung zweier Kreuzfahrt-Riesen ist auch im Normalbetrieb immer eine aufregende Besonderheit. (mik)