Aida verschickt unscheinbare Mitteilung – doch das steckt WIRKLICH dahinter

Whirlpool am Bug von „Aida Bella“
Whirlpool am Bug von „Aida Bella“
Foto: imago

Pünktlich zum Wochenende verschickte Aida mal wieder eine Mitteilung: Eine neue Kreuzfahrt beginnt.

Das ist für ein Kreuzfahrt-Unternehmen eigentlich nichts Besonderes und in normalen Zeiten nun wirklich keine Meldung wert – doch die normalen Zeiten liegen für Aida wegen Corona noch ein ganzes Stück entfernt. Aber sie kommen näher.

Aida verschickt Mitteilung, die Mut macht

An diesem Samstag geht mit der „Aida Bella“ das nächste Schiff an den Start. Neun von 13 Kreuzfahrt-Dampfern sind dann wieder mit Passagieren unterwegs.

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Die erste Reise führt von Palma de Mallorca in 21 Tagen nach Dubai, heißt es in der Mitteilung. Dort stehen in der Wintersaison 2021/2022 siebentägige Kreuzfahrten durch den Orient auf dem Programm. Neben Dubai werden Abu Dhabi, Muscat im Oman sowie an einigen Terminen auch Doha oder Bahrain angesteuert.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2021) besteht die Flotte aus 13 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Für Aida geht es nach dem Corona-Tief damit eindeutig wieder bergauf, raus aus dem Krisen-Modus. Erst kürzlich gab es eine weitere positive Meldung, die Mut machen soll: Die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei einigte sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen Lohn-Plus von satten acht Prozent für die Arbeitnehmer.

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Auch wenn die Pandemie in der Kreuzfahrt noch nicht überwunden sei, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen. „Das ist auch eine Anerkennung für das, was unser Team während der vergangenen Monate geleistet hat“, sagt Reederei-Vize Hansjörg Kunze.

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Die Deutschen lieben Kreuzfahrt-Urlaub:

  • Insgesamt unternahmen im Jahr 2018 rund 2,73 Millionen deutsche Passagiere eine Kreuzfahrt. Der Großteil davon entschied sich für eine Hochseekreuzfahrt, vor allem mit Aida und Tui („Mein Schiff“).
  • Am beliebtesten sind Kreuzfahrten mit weitem Abstand bei US-Amerikanern, gefolgt von Chinesen – dann folgen die Deutschen.
  • Über 30 Prozent der weltweiten Kreuzfahrtschiffe werden in der Karibik eingesetzt, damit ist sie vor dem Mittelmeer das beliebteste Fahrtgebiet.
  • Die beliebtesten Fahrtgebiete unter den deutschen Kreuzfahrern sind Nordeuropa und das westliche Mittelmeer.
  • Der Begriff hat seinen Ursprung in dem niederländischen Wort „kruiser“ aus dem 17. Jahrhundert, der ein kreuzendes (im Sinne von hin und her fahrend) Schiff bezeichnete.
  • Dank des Kreuzfahrt-Booms der vergangenen Jahre ist Deutschland heute ein Werftenstandort von weltweitem Rang.
  • In der öffentlichen Wahrnehmung werden aber immer auch die hohen Belastungen für Mensch und Umwelt durch Kreuzfahrtschiffe betrachtet.

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Zum 1. Januar gibt es laut „Ostsee Zeitung“ fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt, ab 2023 nochmals drei Prozent mehr. Und: Aida zahlt allen Mitarbeitern erstmals Urlaubs- und Weihnachtsgeld. „Zusammen etwa in der Höhe eines Monatsgehaltes – und etwa doppelt so hoch wie der bisherige ,Jahresendbonus’“, so Kunze.

2021 gibt es zudem eine Corona-Prämie – im Schnitt um die 1000 Euro. In den unteren Gehaltsgruppen erhalten die Mitarbeiter zudem mehr Urlaubstage: „Am Ende wird dann jeder 30 Tage Urlaub pro Jahr haben“, sagt der Reederei-Sprecher. Die neuen Regelungen würden „im Wesentlichen“ auch für die Kundencenter von Aida gelten.

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Die Gewerkschaft Verdi – nicht für überschwängliche Wortmeldungen bekannt – sprach vom „richtigen Signal zur richtigen Zeit“: „Aida signalisiert den Mitarbeitern, dass es wieder bergauf geht – und Aida macht sich mit diesem Tarifwerk attraktiv für neue Mitarbeiter“.

Das kann sich doch hören lassen... (jds)