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Aida führt wieder diese Regelung ein – Passagiere rasten aus

5 Dinge, die du noch nicht über Aida wusstest

Die Wiedereinführung dieser Regelung sorgt für jede Menge Zündstoff bei allen Menschen, die gerne mit Aida auf Kreuzfahrt gehen.

Ab sofort müssen Passage wieder auf individuelle Landgänge verzichten. Das Verbot betrifft nicht nur kommende Reisen, sondern gilt auch auf den bereits laufenden Kreuzfahrten. Damit reagiert Aida auf die steigenden Corona-Inzidenzen und die zahlreichen Infektionen auf Kreuzfahrtschiffen.

Aida verbietet vorerst individuelle Landgänge

Gerade erst hatte es beim Konkurrenten „Mein Schiff“ mehrere Infektionen an Bord gegeben. Eine Urlauberin berichtete von „absolutem Horror“ (Hier mehr dazu). Damit das Infektionsrisiko bei Aida minimiert wird, greift die Reederei nun durch.

Bis Ende Februar wird es vorerst nur noch geführte Landgänge geben. Diese sind – wie immer – über die Reederei zu buchen. Zu welchen Diskussionen das führt, hatte sich bereits in der Vergangenheit mehrfach gezeigt (Hier mehr lesen).

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2021) besteht die Flotte aus 13 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Und auch dieses Mal reagieren einige alles andere als positiv darauf. In einer Facebook-Gruppe für Fans der Kussmundflotte ist eine hitzige Diskussion entbrannt.

Aida-Passagiere wollen keine geführten Landausflüge

Ausgangspunkt ist der Beitrag eines Mannes, der im Februar eine Kreuzfahrt gebucht hatte – und unter diesen Umständen gerne von der Reise zurücktreten möchte. Für viele ist das nachvollziehbar, weil individuelle Erkundungen für sie einfach zu einer Kreuzfahrt dazu gehören.

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Andere hingegen argumentieren, dass man in Corona-Zeiten eben mit allem rechnen müsse und froh sein sollte, überhaupt reisen zu können. Auch wird darauf hingewesen, dass man durch diese „Bubble“ am Ende an Bord viel besser geschützt sei.

Ohnehin haben Urlauber die Möglichkeit aufgrund der veränderten Bedingungen – wie schon so häufig in dieser Pandemie – kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. Bei letzterer Variante gebe es einen Gutschein, heißt es.

Weitere Corona-Maßnahmen bei Aida

Neben der Wiedereinführung der geführten Landgänge hat Aida aber noch zusätzliche Maßnahmen gegen das Coronavirus verkündet. So rät die Reederei laut „Schiffe und Kreuzfahrten“ zu einer Booster-Impfung vor Reiseantritt.

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Eine Pflicht dafür gibt es aber vorerst nicht. Anders sieht das unter anderem bei „Mein Schiff“ aus. Tui Cruises führt ab dem 23. Februar eine Booster-Pflicht für alle Reisenden ab 18 Jahren ein (alle Infos hier).

Außerdem wird empfohlen, zukünftig auf OP-Masken zu verzichten und stattdessen auf FFP2-Masken umzusteigen, insbesondere an öffentlichen Innenbereichen an Bord, auf Ausflügen sowie während der An- und Abreise.

Aida will Corona-Infektionen an Bord verhindern

Auch für Menschen, die mit Kindern an Bord reisen, gibt es bezüglich des Kids Club Änderungen. So werden zwar Eltern-Kind-Spielzeiten angeboten, eine Betreuung ohne Begleitung eines Erwachsenen ist jedoch nicht möglich.

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Außerdem sollen für alle Kinder unter 12 Jahren während der Reise zusätzlich zu den bereits bestehenden Tests kostenfreie COVID-19-Tests zur Selbstkontrolle angeboten werden.

Aida tut also vieles dafür, um auch weiter ohne größere Corona-Zwischenfälle auf Kreuzfahrt gehen zu können. Ob es den Gästen am Ende gefällt oder nicht, werden wohl die Stornierungszahlen zeigen. (mk)