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Aida mit großer Änderung – Kreuzfahrt-Fans können sich freuen

Aida_ Fünf spannende Fakten über den Kreuzfahrt-Riesen

Das Unternehmen hat Kreuzfahrten in Deutschland groß gemacht.

Bei der Aida-Flotte soll sich bis 2040 einiges ändern: Bis dahin sollen die Schiffe nämlich allesamt emissionsfrei unterwegs sein. Ein Ziel, das Kritiker für nicht ambitioniert genug halten. Trotzdem macht sich das Unternehmen auf den Weg und geht schon jetzt immer wieder wichtige Schritte.

Aida Cruises investiert seit vielen Jahren im Rahmen seiner Green Cruising Strategie in einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Kreuzfahrtmarkt. Dafür entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wissenschaft und Industrie innovative Lösungen und nutzt Technologien, die den Weg zur klimaneutralen Kreuzfahrt ebnen. 

Aida geht wichtigen Schritt

Der wichtigste Schritt: Einen emissionsfreien Antrieb für die Schiffe finden. Das geht zum Beispiel über Stoffe wie Methanol oder Ammoniak. Der Weg dahin ist jedoch lang. Bislang hat sich in der Kreuzfahrt-Industrie noch keine solche Antriebsform durchgesetzt.

Im Rahmen der CO2-Emissionsreduktion hat Aida Cruises nun aber immerhin den Einsatz von Biokraftstoffen gestartet. Als erstes großes Kreuzfahrtschiff wurde die „Aida Prima“ am 21. Juli 2022 während ihrer Liegezeit in Rotterdam mit einer Mischung aus marinem Biokraftstoff, der zu 100 Prozent aus nachhaltigen Rohstoffen wie beispielsweise Altspeiseöl hergestellt wird, und Marinegasöl (MGO) betankt.

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Das Unternehmen hat Kreuzfahrten in Deutschland groß gemacht.

Die „Aida Prima“ ist aktuell auf siebentägigen Reisen zu den Metropolen Westeuropas und nach Norwegen ab/bis Hamburg unterwegs. Reisende können dank der Neuerung ein besseres Gewissen haben, da sich der ökologische Fußabdruck der Fahrten immerhin ein kleines Stück verbessert.

Dekarbonisierung der Flotte

Das aktuelle Projekt stellt laut Mitteilung des Unternehmens einen wichtigen Meilenstein in der Dekarbonisierungsstrategie dar. Neben dem Einsatz von Biokraftstoffen beinhaltet dies unter anderem auch den Einbau der ersten Brennstoffzelle an Bord von „Aida Nova“ sowie die Inbetriebnahme des aktuell größten Batteriespeichersystems in der Kreuzschifffahrt mit einer Leistung von 10 Megawattstunden an Bord von „Aida Prima“.


Das ist die Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 13 Schiffen
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

Darüber hinaus setzt Aida Cruises auf den Ausbau und die verstärkte Nutzung von Landstrom während der Hafenliegezeit.

Felix Eichhorn, President von Aida Cruises, sagt: „Wir untersuchen weiterhin aktiv alle Möglichkeiten, unsere Flotte zu dekarbonisieren und gleichzeitig die Effizienz im Einklang mit den internationalen Zielen zur Reduzierung der Kohlenstoffintensität voranzubringen. Mit dem erfolgreichen Start der Biokraftstoffnutzung haben wir bewiesen, dass eine schrittweise Dekarbonisierung auch auf bereits in Dienst befindlichen Schiffen möglich ist. Wichtige Voraussetzung, damit wir als Kreuzfahrtreederei diese auch nutzen können, ist die breite Verfügbarkeit auf industriellem Niveau und zu marktfähigen Preisen.“

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Reederei will Zusammenarbeit ausweiten

Dirk Kronemeijer, CEO von GoodFuels, kommentierte die Partnerschaft wie folgt: „Dieses erste Bunkern von Biokraftstoff in Zusammenarbeit mit AIDA Cruises ist ein spannender Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Kreuzfahrtindustrie und zeigt, dass unsere nachhaltigen Biokraftstoffe eine sichere, technisch machbare und praktische Option sind, um die Emissionen von Passagierschiffen drastisch zu reduzieren.“

Zuvor hatte Aida Cruises gemeinsam mit Forschungspartnern an der Universität Rostock den Einsatz von regenerierten Biokraftstoffen in Schiffsdieselmotoren getestet. Jetzt erfolgte der erste Einsatz im laufenden Schiffsbetrieb. Die Zusammenarbeit mit GoodFuels soll nun langfristig werden. 


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Die nachhaltigen und zertifizierten Biokraftstoffe von GoodFuels sind praktisch frei von Schwefeloxiden und bieten eine CO2-Reduzierung von 80 bis 90 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen. Sie sind funktional gleichwertig mit aus Erdöl gewonnenen Treibstoffen und können in bereits installierten Schiffsmotoren ohne Änderungen am Motor oder an der Kraftstoffinfrastruktur genutzt werden. Das macht die Nutzung von Biokraftstoffen im regulären Schiffsbetrieb im Gegensatz zu anderen technologischen Investitionen vergleichsweise einfach.  

Mit den kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen leistet Aida eigenen Angaben zufolge einen aktiven Beitrag zur Erreichung der UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. (rg)