Camping: Neuer Trend voll angesagt – aber mach bloß nicht diese Fehler

Camping geht auch ohne Wohnmobil, -anhänger oder den harten Boden.
Camping geht auch ohne Wohnmobil, -anhänger oder den harten Boden.
Foto: picture alliance/dpa

Spontan mit dem Auto ins Grüne fahren und bequem campen – das geht. Wer dabei nicht auf dem harten Boden schlafen will, kann auf ein besonderes Camping-Utensil zurückgreifen. Dabei gibt es aber ein paar Punkte zu beachten.

Auf dem Autodach zelten? Der Trend klingt im ersten Moment ungewöhnlich, kann aber viele Vorteile haben: In Dachzelten sind Camper vor Schlamm und unebenem Boden geschützt. Und: Man ist flexibel wie mit dem Wohnmobil, braucht aber keins. Worauf du vor dem ersten Camping-Trip allerdings achten solltest.

Camping mal anders

Wer ein Dachzelt auf seinem Auto montieren möchte, sollte vorab prüfen, wie hoch die Dachlast ist. Laut ADAC müsse man mit fünf bis zehn Kilo für das Grundgerüst, also den Dachquerträger rechnen. Beträgt die gesamte Dachlast dann beispielsweise 75 Kilo, dürfe das Autodach maximal mit weiteren 60 Kilo belastet werden - also auch die darin schlafenden Personen eingerechnet.

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Camping-Urlaub angesagt wie nie – das steckt dahinter:

  • Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform.
  • In den meisten Ländern Europas ist Camping außerhalb dafür vorgesehener Einrichtungen (wildes Campen) nicht erlaubt oder nur unter strengen Auflagen gestattet.
  • Über zehn Millionen Deutsche betreiben ab und zu Camping oder Caraving, fast zwei Millionen sogar häufig.
  • Besonders beliebt bei den Deutschen für einem Campingurlaub ist das eigene Land, gefolgt von den wärmeren Mittelmeerländern Italien und Frankreich.
  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden auf deutschen Campingplätzen etwa 34 Millionen Übernachtungen gezählt.
  • Davon waren etwa 2,2 Millionen Übernachtungen von ausländischen Gästen. Die Hälfte dieser Übernachtungen wurde dabei von Niederländern getätigt, gefolgt von Gästen aus der Schweiz und aus Belgien.
  • Etwa sieben Prozent der Ausländer wählen bei einem Besuch in Deutschland einen Campingplatz als Unterkunftsform.

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Ganz wichtig: Vorab checken, ob Auto Montagebedingungen erfüllt. Grundsätzlich können Camper laut ADAC auf jedem Modell, das eine Dachlast erlaubt, ein Dachzelt montieren. In der Betriebsanleitung des Fahrzeugherstellers finden sich entsprechende Informationen dazu. Für manche Modelle seien jedoch eine Dachreling - eine Strebe, die über die gesamte Dachlänge angebracht ist - oder zumindest ein Anschraubpunkt für Dachquerträger notwendig.

Daran werden die Zelte im Anschluss mit vier Klemmschellen befestigt. Wer bereits Dachträger für eine Dachbox oder einen Fahrradträger besitzt, könne diese für das Dachzelt ebenso nutzen.

Eignet sich das Auto für die Befestigung, stellt sich die Frage: Ein Zelt mit Hartschale oder doch eher ein Klappdachzelt? Modelle mit einer Hartschale einer sehr großen Dachbox und sind wetterbeständiger, aerodynamischer und innerhalb weniger Sekunden aufgebaut.

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Klappdachzelte bieten hingegen meist mehr Liegefläche und Innenhöhe, sind leichter und in zusammengefaltetem Zustand in der Regel auch kleiner und brauchen daher weniger Dachfläche. Zudem seien diese Modelle meist günstiger.

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Sieben Modelle ohne Hartschale hat der ADAC aktuell getestet (>>> hier mehr dazu) und alle gelobt. Wer gute Qualität haben will, muss laut Testergebnis zwar nicht das teuerste Modell wählen. Mehr Geld als für herkömmliche Zelte sollte man dennoch einplanen. Die getesteten Modelle lagen zwischen 2 000 und über 3 000 Euro. Der Rat der Tester lautet daher: Vor dem ersten Ausflug am besten ein Modell probeweise ausleihen und sich beim Kauf gut beraten lassen. Außerdem sollten mindestens zwei bis vier Menschen beim Aufbau helfen. Denn einige Dachzelte seien sehr schwer. (wip mit dpa)