Camping in MV ist derzeit sehr gefragt – das sorgt auch für diese Probleme

Der aktuelle Camping-Boom bringt auch Probleme mit sich (Symbolbild).
Der aktuelle Camping-Boom bringt auch Probleme mit sich (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Winfried Rothermel

Kaum eine Art des Reisens hat während der Corona-Pandemie einen derartigen Boom erlebt wie der Camping-Urlaub. Viele Plätze sind bereits Monate im Voraus ausgebucht, die Preise für neue und gebrauchte Wohnmobile sind deutlich gestiegen und auf den Autobahnen stauen sich die mobilen Unterkünfte.

Doch der Camping-Boom bringt auch Probleme mit sich – wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern (MV).

Camping in MV ist sehr beliebt

Förster in MV schätzen, dass sich die Anzahl an Wald- und Strandbesucher um ein Drittel erhöht hat. Zum einen ist das für die Campingplatz-Betreiber eine tolle Sache, auf der anderen Seite hat die Zahl der Ordnungswidrigkeiten stark zugenommen.

+++ Camping-Urlauber sind völlig ahnungslos – und sorgen für Chaos auf der Straße +++

Laut NDR haben wildes Campen und Parken deutlich zugenommen. Die Polizei schätzt, dass die Zahl der Ordnungwidrigkeiten um zwei Drittel gestiegen ist.

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Camping-Urlaub angesagt wie nie – das steckt dahinter:

  • Der Begriff Camping umfasst eine sehr breite Spanne von Aktivitäten. Ihnen allen ist gemeinsam, nicht in Gebäuden zu übernachten, sondern in der Natur.
  • Die Urlauber schlafen in Zelten, Hängematten, Wohnwagen oder Wohnmobilen, in Dachzelten oder ausgebauten Vans. Wird in Zelten gecampt, so spricht man auch von Zelten.
  • Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform.
  • In den meisten Ländern Europas ist Camping außerhalb dafür vorgesehener Einrichtungen (wildes Campen) nicht erlaubt oder nur unter strengen Auflagen gestattet.
  • 2016 gab es in Deutschland 2919 Campingplätze mit einer Anzahl von etwa 220.000 Stellplätzen.
  • Im Jahr 2016 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 9 Millionen Gästeankünfte auf deutschen Campingplätzen mit insgesamt etwa 30,5 Millionen Übernachtungen gezählt.
  • Gäste aus dem Inland machten mit etwa 7,5 Millionen Ankünften (etwa 83 Prozent aller Ankünfte) und etwa 26 Millionen Übernachtungen (etwa 86 Prozent aller Übernachtungen) den größten Teil der Campingtouristen aus.

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Nicht angeleinte Hunde, Lagerfeuer und unerlaubt fliegende Drohnen seien ein Problem. Seit Jahresbeginn wurden laut dem kommunalen Ordnungsdienst in Markgrafenheide bereits 150 Verwarngelder ausgeprochen.

Demnach ist das Verhältnis zwischen den einheimischen Regelbrechern und Touristen, die Ordnungswidrigkeiten begehen, gleich hoch. Viele von ihnen würden ihre Taten einsehen und nur belehrt werden.

Zeigt sich jemand uneinsichtig, wird die Polizei eingeschaltet. Dann werden nach dem bundesweitem Bußgeldkatalog Verwarngelder ausgesprochen.

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Aber es gibt auch was Positives zu berichten: der Müll in den Wäldern und am Strand hat demnach deutlich abgenommen.

Weniger Positives in Sachen Müll gibt es weiter westlich an der Küste. Die ostfriesische Insel Norderney treibt ein neues Müllproblem um. Was Menschen auf der Insel jetzt beachten sollten, erfährst du >>> hier.

Und wo du trotz Camping-Boom noch freie Plätze findest, erfährst du >>> hier. (oa)