Camping steht hoch im Kurs – doch hier gibt es ein großes Problem

Camping ist in Zeiten der Pandemie beliebter denn je (Symbolbild).
Camping ist in Zeiten der Pandemie beliebter denn je (Symbolbild).
Foto: imago images/Fotostand

Seit dem Ausbruch der Pandemie verbringen deutlich mehr Deutsche den Urlaub in der Heimat. Besonders hoch im Kurs steht Camping. Übernachtungen im Zelt, Wohnmobil und Co werden immer beliebter.

Noch ist Camping aber in den meisten Regionen nicht gestattet. Lediglich an der Schlei, die als erste Modellregion wieder für Touristen geöffnet hat, ist das Übernachten erlaubt (MOIN.DE berichtete). In Niedersachsen sind zwar Dauercamper willkommen. Doch das führt zu einem Problem.

Camping immer beliebter

Denn die Nachfrage nach Dauercampingplätzen in Niedersachsen ist größer als das Angebot. Die Situation hat sich wegen der Corona-Pandemie verschärft, die Wartelisten sind lang. Dauercamper werden wie Ferienhausbesitzer behandelt und sind – anders als Touristen – derzeit willkommen.

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„Die aktuelle Nachfrage ist enorm, wir haben Anfragen ohne Ende“, sagte Julia Staarmann, 2. Vorsitzende des Verbandes der Campingplatzunternehmer Niedersachsen, der Deutschen Presse-Agentur.

Im Ferien- und Erlebnispark Alfsee im Landkreis Osnabrück, wo Staarmann arbeitet, sind etwa 380 von 750 Standplätzen ganzjährig vermietet. Aus Altersgründen habe es einige Wechsel gegeben.

Camping immer noch nicht erlaubt

Hinzu kommen Saisonstellplätze bei einer Anmietung von mindestens sechs Monaten, deren Mieter ebenfalls anreisen dürfen. Viele Betreiber – vor allem an der Nordsee – schließen ihre Anlagen im Winter und vermieten bei Wiedereröffnung auch für die ganze Saison.

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Bis mindestens zum 9. Mai ist Tourismus nicht erlaubt. Im vergangenen Jahr wurde eine 50-Prozent-Belegung im Mai erlaubt, das steigerte sich bis zur vollen Auslastung Ende Juni.

Lange Warteliste fürs Camping

Die Anfrage nach Ganzjahresplätzen ist auch im Südsee-Camp in Wietzendorf in der Lüneburger Heide gestiegen. 600 von 1300 Plätzen sind ganzjährig gebucht, alle Möglichkeiten sind vergeben. Die Ganzjahresgebühr variiert zwischen 1800 und 2500 Euro plus Nebenkosten.

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Am Stover Strand an der Elbe sind seit 15. April die 110 Saisonplätze der rund 400 Stellmöglichkeiten eröffnet und gut besucht. Auch dort ist die Warteliste lang, in diesem Sommer gibt es keine Chance für Nachrücker.

Für Tagesgäste hat das Restaurant am Samstag erstmals ein Wohnmobil-Dinner angeboten. Von 11 Uhr an durften Camper den Platz nutzen, abends gab es das Mahl in den eigenen vier Wänden. (dpa/lh)