Camping: Frau packt ihren Bus – was dann passiert, erschüttert Camping-Fans aus ganz Deutschland

Eine Frau aus Berlin ist auf der Suche nach ihrem gestohlenen Camper (Symbolbild).
Eine Frau aus Berlin ist auf der Suche nach ihrem gestohlenen Camper (Symbolbild).
Foto: IMAGO / imagebroker

Jahrelang hat eine Frau aus Berlin auf einen Camper gespart. Mit dem Kauf ihres Autos konnte sich die 33-Jährige endlich einen lange gehegten Camping-Traum erfüllen. Dem Glück auf vier Rädern stand also nichts mehr im Wege. Eigentlich.

Denn was am vergangenen Wochenende passierte, sorgt bei Camping-Anhängern im ganzen Land für Bestürzung. Auf Facebook berichtet die Berlinerin von dem Vorfall.

Camping: Diebe stehlen vollgepackten Camper

Am 2. Juli wurde der Camper, ein Citroen Jumper Pössl, in Berlin gestohlen. Für die Besitzerin doppelt schmerzvoll: Sie wollte gerade umziehen. „Alles war drin vom Gleitschirm bis zur Tasse… er war vorgepackt für meinen Umzug“, berichtet sie auf Facebook.

Mit Hochdruck teilten die Berlinerin und ihre Schwester Hilferufe auf dem Sozialen Netzwerk und baten die Nutzer um Mithilfe. „Ich bin so unendlich traurig. Bitte helft mir den Dieben es zumindest so schwer zu machen, wie es nur geht“, heißt es in dem Beitrag. Was dann folgte, gleicht laut Polizei einem „Kriminalfall aus dem Fernsehabendprogramm“.

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Tatsächlich wurde der Camper nämlich gleich von mehreren Menschen auf der Insel Rügen gesichtet. Dort machten sich die dreisten Diebe offenbar eine schöne Zeit und steuerten mehrere Orte an.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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In Binz, Bergen und Lietzow wurde der vollgepackte Citroen laut Polizei gesichtet. Beamte aus Sassnitz und Bergen nahmen sofort die Fahndung auf und beteiligten sich an der Suche. Sogar die Bundespolizei machte sich auf den Weg.

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Auch auf Karls Erlebnishof und in Stönkovitz beobachteten Zeugen den geklauten Camper. Die Besitzerin selbst fuhr direkt auf die Insel, um nach ihrem Fahrzeug Ausschau zu halten. Es entwickelte sich eine rasante Verfolgungsjagd nach dem Fahrzeug.

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Camping-Urlaub angesagt wie nie – das steckt dahinter:

  • Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform.
  • In den meisten Ländern Europas ist Camping außerhalb dafür vorgesehener Einrichtungen (wildes Campen) nicht erlaubt oder nur unter strengen Auflagen gestattet.
  • 2016 gab es in Deutschland 2919 Campingplätze mit einer Anzahl von etwa 220.000 Stellplätzen.
  • Im Jahr 2016 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 9 Millionen Gästeankünfte auf deutschen Campingplätzen mit insgesamt etwa 30,5 Millionen Übernachtungen gezählt.
  • Gäste aus dem Inland machten mit etwa 7,5 Millionen Ankünften (etwa 83 Prozent aller Ankünfte) und etwa 26 Millionen Übernachtungen (etwa 86 Prozent aller Übernachtungen) den größten Teil der Campingtouristen aus.

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Camping: Polizei bittet Zeugen um Mithilfe

Bisher jedoch leider ohne Erfolg. Seit Sonntag gibt es keine neuen Hinweise auf den Verbleib des Campers. Dennoch hoffen die Schwestern weiterhin auf ein kleines Wunder.

Auch richtete sich die Besitzerin mit dankenden Worten an die Unterstützer: „Ich wollte euch allen nochmal für eure Riesen-Hilfe und Teilnahme danken! Es ist echt unglaublich, was ihr alle hier auf Facebook geleistet und in Gang gesetzt habt. Ihr gebt mir Hoffnung!“

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Das Fahrzeug ist weiterhin zur Fahndung ausgeschrieben. Es trägt vermutlich weiterhin das Originalkennzeichen „B-OO 1490“ und hat die Aufschrift „Wegpiraten Abenteuer- und Erlebnispädagogik Beratung - Therapie - Fortbildung“ auf der Seitentür.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Sassnitz unter der 038392-3070 oder der Polizei Bergen unter der 03838-8100zu melden. „Bitte stoppen Sie das Fahrzeug nicht selbstständig, sondern informieren Sie unbedingt die Polizei“, appelliert die Inspektion Stralsund zudem. (mik)