Camping-Urlaub solltest du früh buchen – doch dabei höllisch aufpassen

Das richtige Camping-Gefährt zu finden, ist gar nicht so einfach.
Das richtige Camping-Gefährt zu finden, ist gar nicht so einfach.
Foto: imageBROKER

Camping hat im vergangenen Sommer einen wahren Boom erlebt. Die Plätze waren vielerorts schneller ausgebucht, als so manch ein Urlauber planen konnte.

Wer in diesem Jahr einen Camping-Urlaub machen will, sollte deshalb schon frühstmöglich buchen. Doch dabei ist Vorsicht angesagt. Denn das richtige Fahrzeug zu finden, ist gar nicht so einfach.

Camping-Urlaub: Hier soll die beste Buchungsportale sein

Camping-Urlaub ist in der Corona-Pandemie sehr beliebt geworden. Knapp 9 Millionen Deutsche haben 2020 im Schnitt je 3,5 Nächte auf Camping-Plätzen verbracht.

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Wer kein eigenes besitzt, muss sich irgendwie ein Wohnmobil besorgen. Die Stiftung Warentest hat zwölf Buchungsportale getestet, die eine eigene Flotte haben und auch Anbieter, die an gewerbliche Wohnmobilvermieter vermitteln.

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Camping-Urlaub angesagt wie nie – das steckt dahinter:

  • Der Begriff Camping umfasst eine sehr breite Spanne von Aktivitäten. Ihnen allen ist gemeinsam, nicht in Gebäuden zu übernachten, sondern in der Natur.
  • Die Urlauber schlafen in Zelten, Hängematten, Wohnwagen oder Wohnmobilen, in Dachzelten oder ausgebauten Vans. Wird in Zelten gecampt, so spricht man auch von Zelten.
  • Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform.
  • In den meisten Ländern Europas ist Camping außerhalb dafür vorgesehener Einrichtungen (wildes Campen) nicht erlaubt oder nur unter strengen Auflagen gestattet.
  • Über zehn Millionen Deutsche betreiben ab und zu Camping oder Caraving, fast zwei Millionen sogar häufig.
  • Besonders beliebt bei den Deutschen für einem Campingurlaub ist das eigene Land, gefolgt von den wärmeren Mittelmeerländern Italien und Frankreich.
  • 2020 gab es in Deutschland 2.862 Campingplätze mit einer Anzahl von etwa 209.000 Stellplätzen.
  • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden auf deutschen Campingplätzen etwa 34 Millionen Übernachtungen gezählt.
  • Davon waren etwa 2,2 Millionen Übernachtungen von ausländischen Gästen. Die Hälfte dieser Übernachtungen wurde dabei von Niederländern getätigt, gefolgt von Gästen aus der Schweiz und aus Belgien.
  • Etwa sieben Prozent der Ausländer wählen bei einem Besuch in Deutschland einen Campingplatz als Unterkunftsform.

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Nur eines der zwölf Buchungsportale kann in allen Bereichen überzeugen. Die besten Such- und Filtermöglichkeiten bieten der Testsieger „CamperDays“ und der zweitplatzierte „CU Camper“, berichtet die „Nordwest Zeitung“.

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Die Tester planten drei Urlaube, die an realen Nutzungstypen orientiert waren:

1. Eine Familie mit zwei Kindern möchte von Hamburg aus für zwei Wochen nach Schweden reisen. Das passende Fahrzeug für sie ist ein Wohnmobil mit Alkoven über dem Fahrerhaus.

2. Ein junges Paar will von München aus einige Tage Aktivurlaub am Gardasee machen. Das passende Mobil für sie: ein Campervan – meist kürzer und schmaler als Teil- und Vollintegrierte und damit praktisch für italienische Altstädte.

3. Ein älteres Paar mit Hund gönnt sich eine Woche Ostsee-Urlaub. Das passende Mobil: Teil- und vollintegrierte Wagen sind meist länger und breiter, ihr großzügiger Aufbau erlaubt zum Beispiel Längsbetten.

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Camping: Antwort kann dauern

Die Noten bei den Vermietern – die private Wohnmobile vermitteln – reichten von „gut” bis „mangelhaft”.

Gewerblich vermietete Wohnmobile sind oft neuer und moderner. Privat vermietet bekommt man hingegen auch mal besondere Fahrzeuge wie Oldtimer oder umfunktionierte Feuerwehrautos, so die „Nordwest Zeitung“.

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Die Buchung wurde nicht bei allen Anbietern sofort bestätigt. Bei fast 3/4 kam eine Zu- oder Absage innerhalb von 24 Stunden, in manchen Fällen erst nach fünf Tagen. (mae)