Camping: Wildcamper setzen sich über Verbote hinweg – nun bekommen sie Konsequenzen zu spüren

Wer abseits des Camping-Platzes übernachtet, muss mit Konsequenzen rechnen.
Wer abseits des Camping-Platzes übernachtet, muss mit Konsequenzen rechnen.
Foto: Kirchner-Media/Wedel

Camping boomt – und zwar so sehr, dass viele Campingplätze an ihre Grenzen stoßen. Betreiber freuen sich über ausgebuchte Plätze, für Urlauber hingegen bedeutet das manchmal eine Enttäuschung.

Viele Camping-Fans greifen also zu anderen Übernachtungsmöglichkeiten, auch wenn diese nicht erlaubt sind. Urlauber, die ihren Van oder das Wohnmobil im Wald oder auf einem gewöhnlichen Parkplatz abstellen, sind keine Seltenheit.

Camping nicht überall erlaubt

Erlaubt ist dieses sogenannte Wildcampen allerdings in der Regel nicht. Immer wieder erwischt die Polizei Menschen, wie sie einfach irgendwo übernachten. Dann gibt es spät abends oder mitten in der Nacht Ärger und Bußgelder werden verhängt.

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Oft sind es Kiter und Surfer, die nach einem Tag auf dem Meer abends noch auf einem Parkplatz abhängen und dann müde ihr Bett auf vier Rädern fallen, um am nächsten Tag direkt wieder loszulegen mit dem Sport oder ausgeschlafen weiterzufahren.

Einigen Gemeinden schmecken gewisse Übernachtungsgäste jedoch nicht und sie ziehen deutliche Konsequenzen. So wurde das Übernachten am beliebten Strandparkplatz Heidkate in der Gemeinde Wisch im Kreis Plön endgültig verboten.

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Camping: Große Wohnmobile sind ein Problem

Dort habe es nie jemanden gestört, wenn mal eine Nacht Kiter und Surfer dort schliefen, sagte Bürgermeisterin Verena Sapia dem NDR. Das Problem seien jetzt aber die großen Wohnmobile, deren Besitzer teilweise ihren gesamten Urlaub dort verbracht haben. Deshalb drohen denjenigen, die gegen das Verbot verstoßen, bis zu 2.556 Euro Geldbuße.

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Der Leiter des Ordnungsamtes Schlei-Ostsee, René Kinza, sagte dem Sender in Bezug auf die kurzen, illegalen Übernachtungen: „Weil wir sehr schöne Parkplätze teilweise haben, sogar direkt am Wasser. Und würden wir das durchgehen lassen, dann wäre da gar kein Platz mehr für andere."

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Die Lösung wären seiner Meinung nach mehr Wohnmobil- und Bulli-Plätze. Auf Fehmarn wird aktuell zum Beispiel ein Konzept erstellt, wo möglichst schnell möglichst viele dieser Plätze entstehen könnten. (rg)