Fehmarn: Beltquerung sorgt weiterhin für Zoff – eine Entscheidung ist nun gefallen

Fehmarn: So schön ist die Sonneninsel

Fehmarn: So schön ist die Sonneninsel

Fehmarn ist die drittgrößte Insel Deutschlands. Die Ostseeinsel liegt in Schleswig-Holstein und ist ein beliebtes Reiseziel für Urlauber. Mit Lübeck und Kiel liegen zwei Großstädte zirka eine Autostunde entfernt.

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Es ist seit Jahren ein Streitthema auf Fehmarn und in der ganzen Region: die Beltquerung.

Jetzt ist eine wichtige Entscheidung: In der juristischen Auseinandersetzung um den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 207 im Zuge des Baus der festen Beltquerung auf Fehmarn hat das Land Schleswig-Holstein zwei Hürden genommen.

Fehmarn: Klagen zurückgezogen

Es geht dabei um Themen rund um den Umweltschutz, den Kritiker des Großprojekts auf Fehmarn bedroht sehen.

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Der Naturschutzbund (Nabu) und das Aktionsbündnis haben ihre Klagen gegen den Ausbau zwischen Heiligenhafen und Puttgarden (Kreis Ostholstein) zurückgezogen, wie die Beteiligten am Dienstag mitteilten. Damit ist nur noch die Klage der dänischen Fährreederei Scandlines offen.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Landesregierung und Nabu einigten sich auf einen außergerichtlichen Vergleich. Amphibien, Watvögel, Reptilien und die vom Aussterben bedrohte Pflanze Kriechender Scheiberich sollen besser geschützt werden. „Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Hinterland-Anbindung des Belttunnels“, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP).

Nabu-Beltexperte Malte Siegert betonte: „Wir bleiben grundsätzlich besonders wegen des enormen Anteils der Straße beim Vorhaben der Fehmarnbeltquerung nicht überzeugt“. Nun würden zumindest wesentliche Forderungen für einen naturverträglicheren Bau der Hinterlandanbindung erfüllt.

Fehmarn: Tempo soll auf Teil der Strecke gedrosselt werden

Laut Ministerium soll bei Großenbrode eine 4,5 Hektar große Fläche dauerhaft dem Naturschutz gewidmet werden. Zudem sollen bereits vorgesehene Ausgleichsflächen aufgewertet werden. Außerdem soll auf einem Teil der Strecke das Tempo zeitweise auf 80 Kilometer pro Stunde gedrosselt werden.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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„Auf diese Weise können Lärm und Stickstoffemissionen verringert und ein schnellerer Erfolg der Naturschutzmaßnahmen erreicht werden“, sagte Siegert.

Dem Aktionsbündnis gegen die Feste Fehmarnbeltquerung hatte das Land am Montag vor dem Oberverwaltungsgericht Verbesserungen beim Entwässerungskonzept zugesagt. Daraufhin zog das Bündnis die Klage zurück.

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Geplant ist auch ein Wildschutz-Zaun auf dem westlichen Abschnitt der B207, sofern die Deutsche Bahn auf dem östlichen Abschnitt ebenfalls einen errichtet. „Und darauf werden wir hinwirken“, sagte Buchholz.

Die Fehmarnbeltquerung bewegt nicht nur auf der Insel, sondern auch im Hinterland. Warum Anwohner Sturm laufen, erfährst du >>> hier. (kbm mit dpa)