Fehmarn: Grundstein für einen Mega-Bau ist gelegt – Inselbewohner in Rage

Der Protest gegen diesen Bau ist und bleibt groß – doch die Arbeiten auf Fehmarn beginnen jetzt.
Der Protest gegen diesen Bau ist und bleibt groß – doch die Arbeiten auf Fehmarn beginnen jetzt.
Foto: imago/Christian Ohde

Es war ein langes Hin und Her um den Fehmarnbelttunnel in der Ostsee. Naturschützer und Anwohner versuchten, das Projekt zu verhindern (MOIN.DE berichtete), doch letztlich war es vergebens. Und jetzt tut sich so richtig etwas auf Fehmarn.

Die Kritiker wird die Nachricht traurig zurücklassen, aber die Vorarbeiten für den fast 19 Kilometer langen Tunnel nach Dänemark, der wohl erst 2029 fertig sein wird, haben begonnen. Der Grundstein für das Mega-Projekt auf Fehmarn ist gelegt.

Fehmarn: Arbeiten haben begonnen

Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten, hat das Bauunternehmen Grothe Bau mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen.

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Auf dem Areal der Insel werden derzeit noch Bäume gemulcht, im nördlichen Bereich der Tunnelbaustelle soll eine 300 Meter lange Baustraße entstehen, um diese mit dem Arbeitshafen anzubinden.

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Weitere Arbeiten: Die Anlegung einer 1,3 Kilometer langen Schmutzwasserdruckleitung, eine Trinkwasserleitung sowie die Verlegung von Stromkabeln.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Fehmarn: Arbeiten werden im Sommer übergeben

Bis einschließlich Juni kümmert sich Grothe um diese vorbereitenden Arbeiten.

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„Im Juli übergeben wir das vorbereitete Areal an die beauftragten Bauunternehmen, die dann die Baustelle an sich einrichten werden“, heißt es von der Femern A/S auf Anfrage der „Lübecker Nachrichten“. Das Unternehmen ist mit der Planung, dem Bau und dem Betrieb des Tunnels beauftragt.

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Das entscheidende Urteil zugunsten des Tunnels fiel im November 2020 und ließ die Gegner fassungslos zurück. Karin Neumann vom Bündnis „Beltretter“ sagte zu MOIN.DE: „Das war schon ein Schlag ins Gesicht. Das Urteil war knallhart.“

Sie selbst ist Fehmarnerin und Vermieterin auf der Insel. Von den möglichen negativen Auswirkungen auf den Tourismus wäre sie betroffen.

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„Mehr als 75 Prozent der Insel-Bewohner sind schätzungsweise gegen den Tunnel. Die meisten fürchten nicht nur die Umweltschäden, die trübe Ostsee und dass der Tourismus über Jahre hinweg ausbleibt, sondern auch furchtbar viel Verkehr.“ (rg/mik)