Flensburg: Dramatische Lage an der Förde! Warnung vor dem Kollaps

Um die Wasserqualität in der Flensburger Förde steht es nicht gut.
Um die Wasserqualität in der Flensburger Förde steht es nicht gut.
Foto: Lars Berg/IMAGO

Schlechte Nachrichten von der Förde in Flensburg! Wie der Nährstoffbericht 2020 des Umweltministeriums Schleswig-Holstein nahelegt, steht es nicht gut um das Gewässer.

Verschiedene Belastungen etwa durch die Landwirtschaft oder die Wildmuschelfischerei haben der Förde in Flensburg stark zugesetzt.

Flensburg: Förde in einem desolaten Zustand

Wie das „Flensburger Tageblatt“ berichtet, fordert der Landtagsabgeordnete des Südschleswigsche Wählerverband (SSW), Christian Dirschauer nun konkrete Handlungsmaßnahmen gegen einen drohenden ökologischen Kollaps der Förde.

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„Seit Jahren häufen sich die Schreckensmeldungen über den Zustand der Flensburger Förde“, zitiert ihn das „Flensburger Tageblatt“. „Überdüngte Äcker haben nicht nur unser Grundwasser in erheblichem Maße belastet. Über Fließgewässer gelangen die Nährstoffeinträge auch in die Flensburger Förde, wo sie weiteren Schaden anrichten.“

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Das ist Flensburg:

  • Die kreisfreie Stadt Flensburg ist nach Kiel und Lübeck die drittgrößte Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein
  • Flensburg liegt am Ende der Flensburger Förde, dem westlichsten Punkt der Ostsee, und an der nördlichen Grenze der Halbinsel Angeln
  • Die Hafenstadt gliedert sich in 13 Stadtteile und 38 statistische Bezirke
  • In Flensburg leben rund 90.000 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Die Stadt liegt direkt an der dänischen Grenze und galt lange Zeit als Zentrum der dänischen Minderheit. Heute leben rund 2.300 Dänen in Flensburg (Stand: Dezember 2019)
  • Bundesweit bekannt ist die Stadt vor allem durch die vom Kraftfahrt-Bundesamt gespeicherten „Punkte in Flensburg“

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Nun müsse man „alles Menschenmögliche unternehmen“, um das Wasser zu schützen und das Ökosystem nicht weiter zu gefährden. Auch die dänische Politik solle laut Dirschauer daran beteiligt werden.

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Umweltminister Albrecht: „Ein alarmierender Befund“

„Die Nährstoffüberschüsse in Schleswig-Holstein sind in den vergangenen Jahren nicht gesunken und belasten Grundwasser, Oberflächen- und Küstengewässer weiterhin stark“, hieß es bei der Vorstellung des Nährstoffberichts des Landes im März.

„Der Bericht zeigt klar auf, dass sich die Nährstoffsituation leider nicht gebessert hat. Das ist ein alarmierender Befund. Wir müssen die Nährstoffüberschüsse dringend reduzieren, um sowohl die Gewässer zu schützen als auch zum Klimaschutz beizutragen. Dabei kann die anstehende Novellierung der Düngeverordnung im Bund wichtige Akzente setzen“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) damals.

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Bereits im vergangenen Jahr wurde im Rahmen des Nährstoffberichts festgestellt, dass sich der Zustand der Förde weiter verschlechtert hat. (mik)