Flensburg: Wichtiger Aufruf an alle Menschen in der Stadt – „Müssen noch viel machen“

Flensburg hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt (Symbolbild).
Flensburg hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt (Symbolbild).
Foto: imago images/Willi Schewski & IMAGO / imagebroker

Ab Sonntag verhandeln die Regierungen auf der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow darüber, wie sie die Ziele des Pariser Abkommens von 2015 konkret einhalten können. Dieses sieht eine Begrenzung der globalen Erderwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Auch in Flensburg ist das ein Thema.

Die Stadt hat sich selbst hohe Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2050 will man CO2-neutral werden. Aus diesem Grund gibt es einen wichtigen Appell an alle Menschen in Flensburg.

Flensburg: Status des Klimaschutzprozess in der Stadt

Im Rahmen einer Vortragsveranstaltung des Klimapakt Flensburg e.V. im Schifffahrtsmuseum Olav Hohmeyer von der Europa-Universität Flensburg und ehemaliges Mitglied des UN-Weltklimarates ein kurzes Fazit zum Sachstand des Klimaschutzprozesses in Flensburg gezogen.

„Wir sind auf einem guten Weg, aber wir müssen noch viel machen und wir müssen unsere bisherigen Ziele neu ausrichten“, sagte der Ökonom und Professor für Energie- und Ressourcenwirtschaft.

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Das selbstgesteckte Ziel, 30 Prozent der Treibhausgasesmissionen bis zum Jahr 202 in Flensburg zu reduzieren, sei erreicht worden, denn in den Bereichen Industrie, Haushalte, Gewerbe und Verkehr hätten diese sogar um 32 Prozent abgenommen.

In diesem Bereich wurde in Flensburg ein Anstieg verzeichnet

Doch in einem anderen Bereich wurde gemäß der Pressemitteilung des Klimapakt Flensburg e.V. sogar ein Anstieg der Emissionen verzeichnet. Im Verkehrssektor seien diese um acht Prozent angestiegen. Das sei auf eine Zunahme der Autozulassungen sowie der größeren Fahrzeuge in Flensburg zurückzuführen.

„Die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs hängt von der Entscheidung eines jeden Einzelnen ab. Das betrifft nicht nur die Entscheidung für einen Autokauf, sondern vor allen Dingen auch, welche Art von Auto man fährt“, so Hohmeyer, der in den viel gefahrenen SUV´s einen entscheidenden Treiber des Klimawandels sieht.

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Der 68-Jährige machte aus diesem Grund noch einmal die Dringlichkeit zur Lösung des Klimaproblems deutlich. Denn nur, wenn die Klimaneutralität bis zum Jahre 2040 erreicht wird, könnte das 1,5 Grad-Ziel – und damit eine Stabilisierung des Klimas – erreicht werden.

Klimaschutz nicht nur in Flensburg ein Thema

Unterdessen drängen eine Reihe von Verbänden, darunter neben Greenpeace selbst auch der BUND, der WWF, die Deutsche Umwelthilfe und Germanwatch, die Koalition aus SPD, Grüne und FDP dazu, noch in der Tagungswoche der UN-Klimakonferenz festzulegen, dass Deutschland bis 2030 aus dem Kohlestrom aussteigen will.

Das berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf einen gemeinsamen Appell. Die Ampel-Parteien müssten zur Weltklimakonferenz deutlich machen, dass sich Deutschland „mit einem Kohleausstieg bis 2030 und einem klimapolitischen Aufbruch in allen Sektoren“ an der „Weltspitze des Klimaschutzes“ zurückmelde, zitierte die Zeitung den Aufruf.

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Das Thema Klimaschutz ist also nicht nur in Flensburg aktueller denn je. (mk mit dpa)