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Lübeck: Mann taucht mit Karren voller Welpen in der Stadt auf – was er vorhat, alarmiert sofort die Polizei

Achtung!

Fünf Gefahrenquellen für Tiere im Haushalt

Was die Welpen, die ein Mann in einem Fahrradanhänger durch die Innenstadt von Lübeck karrte, durchgemacht haben, lässt sich nur erahnen – es müssen Stunden der Qual gewesen sein.

Unter den Passanten, die das Treiben in Lübeck beobachteten, wählte eine Frau beherzt den Notruf. Und das völlig zu Recht, wie die Beamten wenig später feststellten…

„Vermeintlicher Züchter“ in Lübeck

Kurz nach 15:00 Uhr meldete eine Zeugin der Polizei, dass ein Mann Welpen in einem Fahrradanhänger durch ein Einkaufszentrum in der Innenstadt führe.

Der „vermeintliche Züchter“, wie ihn die Polizei Lübeck vielsagend betitelt, verfolgte einen Plan, der auch das Veterinäramt und ein örtliches Tierheim auf den Plan rufen sollte.


Das ist Lübeck:

  • Flächenmäßig ist Lübeck die größte Stadt Schleswig-Holsteins
  • Das geschlossene Stadtbild wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
  • Die Hansestadt zählt 1800 denkmalgeschützte Gebäude
  • Lübeck zählt rund 220.000 Einwohner

Lübeck: Ein Plan, der nach hinten losging

Den Streifenbeamten in Lübeck erklärte der 58-Jährige, er wolle die insgesamt 12 Welpen der Rasse Bernedoodle (eine Mischung aus Berner Sennenhund und Königspudel) samt Hundemutter sozialisieren. Ein übliches Vorgehen, dass junge Hunde an den Kontakt mit Menschen und neue Situationen gewöhnen soll.

Mit seiner Aktion richtete der Züchter allerdings massiven Schaden an, zwei Welpen waren bereits in kritischem Zustand, als Passanten und Polizei auf den Mann aufmerksam wurden. Bereits die Autofahrt aus Niedersachsen gen Lübeck bedeutete bereits puren Stress für die Tiere.

Ein (gesunder) Jung-Bernedoodle. In Lübeck erging es den pelzigen Hunden anders… Foto: picture alliance / Yuval Helfman | Yuval Helfman

Nicht nur Hitze wurde in Lübeck zum Problem

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen und auch des erhöhten Publikumsaufkommens durch den Christopher-Street-Day in Lübeck litten die Tiere nur noch mehr.

 Ein Welpe war sogar ausgebüchst und nach Alarmierung der Polizei in das örtliche Tierheim gebracht worden – doch damit nicht genug.



Jetzt lagen noch 11 Junghunde eng aneinander in dem Anhänger. Weil der Zustand der Hunde schlecht und ungepflegt erschien, wurden das Lübecker Tierheim und auch das Veterinäramt eingeschaltet.

In der Folge wurden alle Tiere sichergestellt und dem Lübecker Tierheim übergeben. Ob Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorliegen, wird nun durch die Polizei und das Veterinäramt geprüft.