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„Mein Schiff“: Ehepaar erfüllt sich großen Traum, wieder Zuhause gibt es einen Schock

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

Zwei Jahre lang haben Rebekka und Markus Lorenz ihre Reise mit der „Mein Schiff“ geplant. Nach ihrer Hochzeit wollten sich die beiden eine Kreuzfahrt in die Karibik gönnen.

Statt einer großen Feier waren sich beide einige, das Geld lieber in eine gemeinsame, unvergessliche Reise zu investieren. Schnell stand für das Peer fest, dass sie mit der „Mein Schiff“ exotische Reiseziele erkunden wollten.

„Mein Schiff“-Reise lange im Voraus geplant

Nach dem Antrag ist das Paar also „postwendend ins Reisebüro gelaufen und haben die Kreuzfahrt schon einmal reserviert“, erinnert sich die Frischvermählte. Dass sie mit der Trauung zwei Jahre gewartet haben, hatte mehrere Gründe.

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Ihre damals schwangere Schwester habe zeitgleich einen Heiratsantrag bekommen und wollte die Hochzeit noch vor der Geburt vollziehen. „Es war klar, dass wir erst einmal meiner Schwester den Vortritt lassen“, erklärt Rebekka Fuchs.

Ohne Kinder an Bord der „Mein Schiff“

„In der Zeit konnten wir natürlich auch noch auf die Reise sparen“, fügt sie hinzu. Schließlich haben sich die beiden durch die Wartezeit sogar an einem ganz besonderen Datum trauen können: Ihrem zehnten Jahrestag.

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„Wenn wir schon warten, dann bitte auch an diesem unbeliebten November-Tag“, lacht die 35-Jährige. Von Anfang an stand außerdem fest, dass es eine Reise ohne die beiden Kinder werden soll. Vor zwei Jahren war ihr jüngster Sohn gerade einmal vier Jahre alt.

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Daten und Fakten zu „Mein Schiff“:

  • Insgesamt sieben Kreuzfahrtdampfer zählen zur „Mein Schiff“-Flotte der Reederei Tui Cruises
  • Die gesamte „Mein Schiff“-Flotte fährt unter der Flagge von Malta, daher gibt es auch keine Umsatzsteuer an Bord
  • Die Reederei hat ihren Firmensitz in Hamburg
  • Bis voraussichtlich 2026 sollen drei neue „Mein-Schiff“-Kreuzer gebaut werden
  • Insgesamt ca. 6.980 Besatzungsmitglieder sind an Bord der Schiffe für Tui Cruises im Einsatz

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„16 Tage ohne Mama und Papa wäre schon happig gewesen“, sagt die Familienmutter. Das Warten hat sich gelohnt – trotz Pandemie. Dass es vor der Hochzeit und der Traumreise solch einen globalen Einschnitt in sämtliche Lebensbereiche geben wird, hätte sie niemals gedacht.

„Mein Schiff“-Passagiere blieben optimistisch

Zu Beginn sei Rebekka Fuchs noch ganz entspannt gewesen, weil sie niemals damit gerechnet hätte, dass das Virus die Welt so lange in Atem hält. „Als es sich dann wirklich Monat um Monat hingezogen hatte, hatte ich schon meine Bedenken“, gibt sie zu.

Doch dass die Kreuzfahrt stattfindet, habe sie niemals ernsthaft bezweifelt. Sie als Erzieherin und ihr Partner als Feuerwehrmann gehörten zudem zu den Personengruppen, die besonders früh ein Impfangebot erhalten haben. „Also waren wir beide im März schon vollständig geimpft“, erzählt sie.

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Der Anreise stand nichts mehr im Weg. Das Paar packte seine Koffer und bereitete sich auf die Reise vor. Dazu gehörte für Rebekka auch ein Videoschnittprogramm, das sie sich für viel Geld angeschafft hatte, um nach der Kreuzfahrt einen Kurzfilm zusammenbasteln zu können.

Traumreise auf der „Mein Schiff“

„Ich habe nach diversen Kurzurlauben und Wochenend-Trips schon einmal geübt“, erzählt die 35-Jährige. Noch ahnte sie nicht, dass sie nach ihrer Traumreise eine böse Überraschung erwarten würde.

Auf ging es also auf die 14-tägige Rundfahrt. Für die Erzieherin, die noch nie eine große Reise unternommen hatte, war es die erste Kreuzfahrt. Als „echt spektakulär“ und einen „wahr gewordenen Traum“ beschreibt sie die Karibik-Tour.

Schon bei der Ankunft in La Romana machte sie Aufregung breit. „Es war schon dunkel, viel haben wir vom Schiff nicht mehr gesehen, außer diese Masse an Stahl und das war schon total beeindruckend“, erinnert Rebekka Fuchs sich.

Überraschung in der „Mein Schiff“-Kabine

Obwohl das Paar von dem langen Flug erschöpft war, fühlten sie sich direkt in den Bann gezogen. Sofort liefen sie aufs Deck und beobachteten das Auslaufen. Auf der Suite wartet das nächste Highlight auf das frischvermähle Paar.

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Die Crew hatte den Raum mit Blütenblättern geschmückt und eine Flasche Cremont hinterlassen. „Das war echt gigantisch“, sagt die Urlauberin. „Ich hätte die ganze Welt umarmen können.“ Mindestens genauso eindrucksvoll wie das Schiff waren die Reiseziele.

Mehrmals während der zwei Wochen legte der Dampfer an den Häfen von karibischen Inseln an und die Passagiere konnten an Land gehen. Ob sie sich dort individuell bewegen konnten, war Rebekka und Markus lange Zeit nicht klar.

„Strand, Sonne, Meer“ auf der „Mein Schiff“

Je nach aktuellen Corona-Beschränkungen sind einzelne Landgänge an manchen Destinationen nicht möglich. Deshalb warfen das Paar alles, was es zuvor recherchiert hatte, über Bord und buchte vorsichtshalber die Ausflüge von Tui.

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„Unser Fokus war Strand, Sonne, Meer mit ein bisschen kulturellem Hintergrund“, sagt die 35-Jährige. Durch die Ausflüge „waren wir echt bedient und gut abgedeckt“, erzählt sie. Nach ihrem liebsten Stopp auf der Reise gefragt, muss sie nicht lange nachdenken.

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„Die ABC-Inseln waren total klasse“, schwärmt sie. Flamingos, Schildkröten und die gesamte Unterwasserwelt haben sie in den Bann gezogen. Zum ersten Mal in ihrem Leben schnorchelte Rebekka und war fasziniert von dem, was sie im Meer beobachten konnte.

Paar erkundet die „Mein Schiff“

Auch die quietschbunten Kolonialbauten an der Strandpromenade und „die kilometerlangen, feinpudrigen Strandstrände“, haben es ihr angetan. Während der Seetage hat sie mit ihrem Mann das Schiff erkundet.

Im Pool relaxt, an Workshops teilgenommen, Theater-Aufführungen besucht oder die vielen Restaurants auf dem Ozean-Riesen getestet. „Das Programm war total klasse“, findet sie. „Es war wirklich rund um die Uhr für jeden Typ etwas geboten.“

Böses Erwachen nach „Mein Schiff“-Reise

Klingt nach einer wahren Traumreise – und genauso beschreibt Rebekka Fuchs die Kreuzfahrt auch. Doch daheim angekommen, folgte ein böses Erwachen: Ihr Videoschnittprogramm, das sie sich extra zu dem Zweck zugelegt hatte, spielte plötzlich nicht mehr mit.

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Als sie die mehr als 700 Kurzvideos, die sie an Bord gemacht hatte, zu ihrem persönlichen Film zusammenschneiden wollte, tauchten immer wieder eine Fehlermeldung auf. Auch ihr Mann, der „technisch sehr begabt sei“ habe das Problem nicht lösen können.

„Mein Schiff“-Urlauberin findet Lösung

„Und so ist das Projekt leider gescheitert“, erzählt sie. Nach zwei Minuten bricht der Film ab. In den wenigen Sekunden ist gerade einmal die Anreise des Paar zu sehen. „Blöd, ich habe mich echt geärgert“, gibt die Erzieherin zu.

Doch inzwischen hat sie Kontakt zu Tui aufgenommen. Denn auf der Reise ist auch ein professioneller Film an Bord gedreht worden. Diesen konnte man am Ende der Kreuzfahrt kaufen, Rebekka Fuchs bekommt ihn nun Mitte Januar zugeschickt.

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„Das können wir dann der Familie und den Kindern zeigen, das wäre uns schon wichtig“, sagt sie. In der Zwischenzeit begnügt sie sich mit den hunderten Kurz-Videos. „Das ist zwar mühsam, aber man sieht, was man sehen möchte“, lacht sie.

Vorfreude auf die nächste „Mein Schiff“-Reise

Die Erinnerungen an ihre nahezu perfekte Reise kann ihr ohnehin niemand mehr nehmen. Noch immer denkt sie an die „himmlischen Sonnenaufgänge und Untergänge“ zurück und „das sanfte Schaukeln des Schiffs, was ich nun im Alltag echt vermisse.“

Aber da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist und die Eltern auch ihren Kindern am Kreuzfahrt-Erlebnis teilhaben lassen wollen, haben sie noch an Bord die nächste Reise gebucht. „Es wird eine relativ erschwingliche, siebentägige Mittelmeer-Kreuzfahrt“, erklärt die Mutter.

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Ende Mai 2023 steht die Reise an. Das haben sie ihren Söhnen zu Weihnachten geschenkt. „Der Große hat Luftsprünge gemacht“, berichtet sie. Als er dem jüngeren Bruder erklärt habe, wo es hingeht, habe auch er vor Freude nicht mehr an sich halten können.

Sicher wird die Freude noch viel größer, wenn alle zu viert gemeinsam an Deck stehen und wieder in See stechen.