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„Mein Schiff“: Crew-Mitglied packt aus – von diesen Dingen an Bord bekommen Urlauber nichts mit

„Mein Schiff“

Fünf spannende Fakten über die Flotte von Tui Cruises.

An Bord der Kreuzfahrt-Riesen von „Mein Schiff“ gibt es Bordhospitals, in denen die Passagiere auch während Reisen auf hoher See medizinisch versorgt werden können. Die Teams bestehen aus Ärzten, Pflegern und Notfallsanitätern.

Eine Schiffs-Krankenschwester, die bei „Mein Schiff“ gearbeitet hat, erzählt jetzt in einem Podcast von ihren Erlebnissen an Bord.

„Mein Schiff“: Krankenschwester berichtet

Hanna (28) ist Krankenschwester in der Notaufnahme und hat im vergangenen Jahr drei Monate auf einem Kreuzfahrt-Schiff der „Mein Schiff“-Flotte gearbeitet. Im Podcast „112 – Dein Podcast rund ums Thema Rettungsdienst“ gewährt sie jetzt Einblicke in ihre Aufgaben und Erlebnisse an Bord.

Mein Schiff Herz
Ein Dampfer der „Mein Schiff“-Flotte vor Anker in türkischen Hafen von Bodrum. Foto: Bodrum

An Bord hatte die Krankenschwester feste Arbeitszeiten. Tagschicht und Nachtschicht rotierten. Morgens und abends habe es jeweils vier Stunden Sprechstunde gegeben und dazwischen Rufbereitschaft. Bei Notfällen allerdings hätten alle antreten müssen, egal ob im Dienst oder nicht. Der sogenannte „Star-Code“– der Notfall-Code wurde ausgerufen, wenn zum Beispiel ein Passagier plötzlich nicht ansprechbar gewesen wäre.

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Die Podcast-Teilnehmenden machen eine Rate-Runde mit Hanna. Sie wollen die häufigsten Gründe erraten, aus denen Passagiere den Schiff-Arzt aufsuchen müssen. Es fallen Vermutungen wie Alkohol, Magen-Darm Infektionen, Sturzverletzungen und natürlich Seekrankheit. „Die Crew war am meisten dar“, berichtet die Krankenschwester, als sie die Rate-Runde auflöst. Vor allem Magen-Darm Infekte hätten die Crew-Mitglieder verfolgt.


Das ist das Bordhospital von „Mein Schiff“:

  • Es besteht aus Ärzten, Pflegern und Notfallsanitätern.
  • Die Mitarbeiter haben Tag- und Nachtschichten.
  • Zwischen den zwei Schichten gibt es noch die Rufbereitschaft.
  • Im Notfall müssen alle zum Dienst antreten.
  • Der Notfall-Code heißt „Star-Code“.

Nach jedem Landgang habe sie aber auch kleinere Verletzungen behandeln müssen. Vor allem Stürze mit E-Rollern habe es immer wieder gegeben. Doch eine Erkenntnis erstaunt sie selbst: Seekrankheiten seien kaum vorgekommen. „An einem Tag hatten wir Mega- Wellengang, sodass sogar ich mich hinlegen musste. Wir haben da dann um die 40 Vomex aufgezogen und es kamen zwei“, erzählt sie.

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„Mein Schiff“: Preis-Unterschiede zwischen Crew und Passagieren

Hanna klärt auch die Preis-Frage: „Das Bordhospital ist relativ teuer. Das müssen die Passagiere erstmal privat bezahlen und können es dann später über ihre Auslands-Krankenversicherung abrechnen, wenn sie eine haben. Das hängt natürlich auch davon ab, in welches Gebiet man fährt, ob die Kosten übernommen werden oder nicht“, erklärt die Krankenschwester.


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Für die Crew sei das aber anders gewesen: „Die Crew wird gratis behandelt, das ist quasi wie ein Betriebs-Arzt“, erklärt Hanna. „Die meisten Crew-Mitglieder sind von den Philippinen gewesen“, sagt die Krankenschwester. Da ihr Gesundheits-System nicht so gut sei, hätten viele von ihnen an Bord zum Arzt gemusst. Bei Landgängen seien sie oft zum Zahnarzt gegangen. Denn ein Zahnarzt sei eigentlich das einzige Fachgebiet gewesen, das an Bord nicht abgedeckt worden sei.

Tui Cruises hat auf ihrer Website ein Video verlinkt, das den Alltag des Bordhospitals am Bord der „Mein Schiff 2“ zeigt. Hier kannst du das ganze Video sehen, falls dich das Thema interessiert:

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Tui Cruises hat auf ihrer Website ein Video geteilt, das über die Arbeit im Bordhospital berichtet.