Nordsee: Segler setzt noch Notruf ab, doch jede Hilfe kommt zu spät für ihn

Auf der Nordsee hat sich ein Rettungsdrama abgespielt (Symbolbild).
Auf der Nordsee hat sich ein Rettungsdrama abgespielt (Symbolbild).
Foto: imago images/Bernd März

Rettungsdrama in der Nordsee! Bei meterhohen Wellen sind drei Segler vor wenigen Tagen mit einer Jacht zwischen den Inseln Langeoog und Baltrum gekentert. Trotz einer groß angelegten Suche haben die Seenotretter für einen von ihnen „keine Hoffnung“ mehr.

Zwei andere Verunglückte im Alter um die 20 Jahre konnten nach Angaben der Helfer lebend aus der aufgewühlten Nordsee geholt werden. Zuvor hatten die Drei einen kaum verständlichen Notruf abgesetzt.

Nordsee: Dramatischer Rettungseinsatz

Der 20-Jährige sei zusammen mit einer Frau und einem Mann in Seenot geraten, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Freitag mit. Die Gruppe hatte am Donnerstag gegen 18.45 Uhr versucht, einen Notruf per Handy abzusetzen, der allerdings nur schwer verständlich bei den Rettungskräften ankam. Eine Ortung des Handys half dann, die Unglücksstelle zu finden.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Insgesamt acht Schiffe und mehrere Hubschrauber schwärmten sofort aus, um nach dem Havaristen zu suchen. Extrem starker Seegang mit Wellen von bis zu vier Metern Höhe erschwerte die Großaktion. Gegen 21.30 Uhr fand die Besatzung eines Marine-Hubschraubers als erstes die Frau im Wasser treibend. Sie wurde mit einem Seil in den Helikopter gezogen.

Eine halbe Stunde später entdeckte die Suchmannschaft dann einen der Männer und brachte ihn in Sicherheit. Die zwei Geretteten wurden nach Angaben der Feuerwehr mit Hubschraubern in ein Krankenhaus auf dem Festland geflogen.

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Sie waren nach Angaben eines Sprechers der Marine stark unterkühlt. Sie schwebten den ersten Erkenntnissen nach jedoch nicht in Lebensgefahr, hieß es am Tag darauf. Für den dritten Segler kam nach Angaben der Seenotretter jede Hilfe zu spät.

Bei der Suche entdeckten die Helfer seinen Körper zwar unter der Wasseroberfläche. Beim Versuch, ihn zu bergen, versank er aber in der aufgewühlten See. „Für ihn gibt es keine Hoffnung mehr“, schrieb die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Freitag. (dpa/lh)