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Nordsee: Einsam und unterernährt – Tiere in Not!

Nordsee: Einsam und unterernährt – Tiere in Not!

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Ein Kegelrobben-Junges mit seiner Mutter. Foto: picture-alliance/ dpa

Immer wieder geraten Tiere in der Nordsee in Not. Ehrenamtliche Helfer sind das ganze Jahr im Einsatz, um die Meeresbewohner zu retten.

So auch den kleinen Neuzuwachs, der jetzt in die Seehundauffangstation Norddeich geliefert wurde. Das Kegelrobben-Junge wurde Ende Dezember 2020 vor der Nordsee-Insel Borkum gefunden.

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Nordsee: Robben-Jungtier auf sich allein gestellt

Die Pfleger der Station tauften die hilflose Kegelrobbe auf den Namen „Nepomuk“, wie das Portal „Nonstopnews“ berichtet. Bei ihr handelt es sich um den ersten Pflegefall der Saison.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Nur noch 15 Kilo wiegt das stark abgemagerte Tier zur Zeit. Andere Robben-Junge sollten in einem Alter von vier bis sechs Wochen bereits doppelt so viel Gewicht auf die Waage bringen, heißt es bei „Nonstopnews“. Ausgewachsen können Regelrobben bis zu 300 Kilogramm wiegen.

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Nun wird Nepomuk von den fachkundigen Pflegern wieder aufgepäppelt und regelmäßig mit Futter in Form von frischem Fisch versorgt.

Die bekannten Heuler, die Jungen der Seehunde, kommen meist erst in den Sommermonaten in die Auffangstationen. Die Kegelrobben, die als größtes Raubtier der Nordsee gelten, erwarten jedoch in den Wintermonaten ihren Nachwuchs.

Nordsee: Seehundstation für Besucher geschlossen

Die Seehundstationen an der Nordsee leisten eine wichtige Arbeit beim Erhalt und der Rettung von Seehunden. Doch auch sie sind von den Folgen des Corona-Lockdowns betroffen. So hat die Station im ostfriesischen Norddeich geschlossen. Die Einrichtung ist deshalb auch auf Spenden angewiesen.

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Auch der Besucheransturm auf die deutschen Küsten im vergangenen Sommer hatte Auswirkungen auf die Seehunde. Die Lockerungen im Juni fielen mit dem Beginn der Geburten- und Aufzuchtphase der Tiere zusammen.

Menschen an der Nordsee stören Tiere

„Es waren einfach mehr Menschen draußen unterwegs“, sagte Peter Lienau, Leiter der Seehundstation in Norddeich, der Deutschen Presse-Agentur. Dadurch kam es auch vermehrt zu Störungen der knopfäugigen Küstenbewohner.

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Für die in der Nordsee heimischen Kegelrobben gibt es unterdessen gute Nachrichten. Was es damit auf sich hat, erfährst du >> hier. (mik)