Nordsee: Kein Wind, keine Wellen – doch plötzlich schweben Vater und Tochter in Lebensgefahr

Ein Standup-Paddler auf der Nordsee (Symbolbild)
Ein Standup-Paddler auf der Nordsee (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Jochen Tack

Eine ruhige Nordsee kann heimtückisch sein. Man darf das Meer einfach nicht unterschätzen. Egal bei welchem Wetter.

Das zeigt ein Video der britischen Küstenwache. Aufgenommen wurde es im britischen Teil der Nordsee. Aber es wird auch von vielen Menschen aus Deutschland in sozialen Medien geteilt und kommentiert. Daher greifen wir es hier auf. Denn was dort zu sehen ist, kann überall passieren.

Nordsee kann trügerisch sein

Zu sehen sind zwei Standup-Paddler, Vater und Tochter, vermeintlich in einer besinnlich-stillen Nordsee. Tatsächlich aber befinden sich beide in einer gefährlichen Lage.

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Denn wegen der starken Strömung schaffen sie es nicht mehr aus eigener Kraft zurück an Land. Die Verzweiflung ist vor allem der jungen Frau anzumerken, als die Retter kommen.

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Keine Wellen, kein Wind, keine Gefahr? Das kann fataler Leichtsinn sein.

Auch in Deutschland passiert es regelmäßig, dass Schwimmer in Nord, aber auch Ostsee die Strömung unterschätzen und plötzlich um ihr Leben kämpfen. Vergangenes Jahr stand eine Frau zum Beispiel im einen Moment noch knietief im Wasser, im nächsten mussten Rettungsschwimmer eingreifen, hier mehr zu dem Fall >>

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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„Eine Lektion fürs Leben“

„Ja, man unterschätzt die Gefahr sehr leicht, wenn das Wasser ruhig aussieht“. schreibt eine Frau auf Facebook zu dem Video. „Ist mir als Kind einmal passiert, ich wurde beim Schwimmen von der Strömung abgetrieben, zum Glück nur seitwärts, so dass ich es schaffte, an einer anderen Stelle doch noch zum Ufer zurückzukommen. Es ist mir immer noch gut in Erinnerung, wie ich zuerst kämpfte, um an den Ausgangspunkt zu schwimmen, ohne dass ich näher kam. Eine Lektion fürs Leben.“

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Ein Mann zeigt nicht ganz so viel Verständnis für den Vater und seine Tocher: „Das passiert jedes Jahr ein paar mal, weil immer irgendwelche Deppen völlig planlos sich ins Wattenmeer stürzen oder zwischen zwei Inseln vom ablaufenden Wasser ins Meer gezogen werden. Es wird überall darauf hingewiesen aber nein, man weiß ja alles besser.“ (jds)