Nordsee: Dieses düstere Szenario könnte auf die Küste zukommen! „Dann können wir nur noch zugucken“

Sturmtief in Ostfriesland
Sturmtief in Ostfriesland
Foto: IMAGO / CHROMORANGE

Es ist ein Horror-Szenario, das im Jahr 2050 auf die Nordsee-Küste zukommen könnte!

Besonders stark betroffen wird Ostfriesland sein. Die Nordsee-Region könnte durch Sturmfluten und Starkwetterereignisse zu großen Teilen unbewohnbar werden.

Nordsee: Düsteres Szenario für die Küste

Der Aktivist der „Klimagruppe Norden“ Frank Wever blickt voraus: „Besonders in Norddeich sind die Menschen dann betroffen.“ Auf einer Kundgebung in der ostfriesischen Stadt Norden sprach Wever über Klimaerwärmung und forderte zum Handeln auf.

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„Wir haben das Jahr 2050 als Stichdatum gewählt, weil Klimaforscher sagen, dass wir dann durch den steigenden Meeresspiegel und Stürme sehr viele Starkwetterereignisse haben werden“, sagte der Aktivist der „Nordwest-Zeitung“.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Dann sei damit zu rechnen, dass die Nordsee mindestens einmal pro Jahr die Deiche der Region überfluten werde.

Nordsee: „Dann können wir nur noch zugucken“

Um das zu verhindern, müsse die Politik sofort handeln: „Wir müssen in den nächsten zehn Jahren unseren CO2-Ausstoß verringern“, erklärt Wever. Es drohen ernste Konsequenzen, sollte das angepeilte Ziel einer durchschnittlichen Erwärmung des Klima von 2,5 Grad Celcius überschritten werden.

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„Unser Normalnull ist in den letzten 80 Jahren bereits um 25 Zentimeter gestiegen“, sagte Wever. „Dabei wird es nicht bleiben.“

Der Aktivist mahnte: Das Risiko, dass das Klima kippt, sei derzeit enorm. Der schlimmste Fall, der in den nächsten Jahren eintreten könnte, wäre, dass sich Prozesse in Gang setzen, die sich verselbstständigen und nicht mehr aufzuhalten sind. „Dann können wir nur noch zugucken“, so Wever .

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Besser wäre es seiner Ansicht nach ohnehin ein Ziel von nur 1,5 Grad Erwärmung, wobei das unrealistisch ist, wie er zugab.

Nordsee: Auswirkungen bereits jetzt messbar

Bereits jetzt seien die Auswirkungen des Klimawandels messbar. „Wir haben aktuell ein Wassergebirge in der Nordsee“, erklärt Wever.

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Die Wassermengen, die in den letzten Jahren zusätzlich in die Nordsee geflossen sind, würden aufgetürmt eine rund 140 Kilometer lange und ein Kilometer dicke Wasserwand ergeben. „Das ist unser neuer Normalpegel“, sagte Wever.

Besonders Ostfriesland ist als Küstenregion vom Klimawandel besonders betroffen. „Ob unsere Deiche einen ein oder zwei Meter höheren Meeresspiegel aushalten, darf bezweifelt werden“, so Wever. Er warnte davor, das Problem nicht jetzt bereits ernst zu nehmen.

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Das ist Ostfriesland:

  • Region im äußersten Nordwesten von Deutschland
  • Sie besteht aus den Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie der kreisfreien Stadt Emden
  • Die ostfriesischen Inseln sind Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge
  • Etwa 467.289 Menschen leben hier (Stand: Dezember 2019)

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„Wenn ich Pech habe, erlebe ich das noch mit – aber unsere heutige Jugend, die 2050 mitten im Leben steht, betrifft das auf jeden Fall.“ (oa)