Nordsee: Mann will Urlaub vorbereiten, das sorgt für großen Ärger – „Aggressiver“

Nordsee: Ein Mann spaziert am Strand von Langeoog entlang.
Nordsee: Ein Mann spaziert am Strand von Langeoog entlang.
Foto: imago/Westend61

Urlaub an der Nordsee wird jetzt zu den bevorstehenden Feiertagen ein heißeres Thema als in den letzten Wochen. Viele nutzen die freie Zeit, um auch an kalten Wintertagen Spaziergänge am Meer zu machen und lecker essen zu gehen.

Während so mancher Ort an der See über Stornierungen wegen der sich verschärfenden Corona-Lage klagte, freuen sich andere über eine nach wie vor solide Buchungslage. Schleswig-Holstein verschärfte kürzlich wieder die Regeln: Wer in dem Land zwischen Nordsee und Ostsee übernachten will, muss einen negativen Test vorlegen.

Nordsee: Provokante Urlaubs-Frage

In Niedersachsen gilt grundsätzlich 2G plus in Hotels. Bei einer Auslastung von höchstens 70 Prozent geht es jedoch auch über 2G.

+++ Nordsee „wirksamer schützen“ – hier sollen bald strenge Regeln herrschen +++

Für Aufregung sorgte kürzlich ein Mann, der in dem Bundesland bald einen Kurztrip ohne Übernachtung machen will. Sein Reiseziel: Die Nordsee-Insel Langeoog. Statt Hotels interessieren ihn mehr Restaurants und Imbisse auf der Insel. So schreibt der Urlauber auf Facebook: „Gibt es Verpflegungsangebote für ‚Geächtete‘, die als Tagestouristen auf die Insel kommen? Würde mir sonst die eine oder andere Stulle schmieren.“

Darauf antwortet eine Frau: „Die Frage ist aber auch sehr provokant formuliert.“

Wieso der Mann sich in einer Opferrolle als angeblich „geächteter“ sieht und auch den Drang hat, seinen Mitmenschen dies öffentlich mitzuteilen, dürfte klar sein: Er kann anscheinend keine Restaurants betreten, weil er nicht als geimpft oder genesen gilt – deswegen will er sich sein Essen selbst mitnehmen. Oder eben Verpflegungsangebote nutzen, wo kein 2G-Nachweis nötig ist.

Davon gibt es ja nach wie vor noch eine Menge, Schnellimbisse besitzt auch die Insel Langeoog.

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10 Tipps für Urlaub an der Nordsee:

  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel
  • Festlandorte in Schleswig-Holstein, zum Beispiel Brunsbüttel
  • Ostfriesische Inseln
  • Sylt
  • Schleswig-Holsteins Nordsee-Inseln (Föhr, Amrum, Helgoland)

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Nordsee: Meinungen in Pandemiezeiten unrelevant?

Eine weitere Frau spricht vielen Menschen aus der Seele: „Da sind wir mal wieder beim Thema impfen oder nicht. Langsam echt nervig. Wer nicht geimpft ist, braucht dann halt einen gültigen Test für Fähre und Inselbahn sowie eine FFP2-Maske und kann dann halt nirgendwo rein. Ist halt so.“

Tatsächlich entfacht der Beitrag des Mannes nämlich eine wilde Diskussion. Wann kommt Demokratie in Pandemie-Zeiten an ihre Grenzen? Eine Frau beklagt: „Es wird immer schlimmer und aggressiver. Man muss die Meinung des anderen akzeptieren.“

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Woraufhin eine Person antwortet: „Nein. Muss man nicht. Denn Meinungen sind in Pandemiezeiten unrelevant. Es zählen nur Fakten und die haben wir in der Medizin.“

Andere werden auch ziemlich direkt und fragen sich, wieso der Beitragsverfasser überhaupt so offensiv in den Raum stellen musste, dass er ungeimpft ist. Eine einfache Frage nach to-go-Imbissen hätte es ja auch getan. „Schmier dir 'ne Stulle“ oder „Allein die Frage ist eine Frechheit!“, heißt es.

Da blieb dem Administrator nur noch eine Möglichkeit, um dem Ganzen ein Ende zu setzen: Er schloss die Kommentarfunktion. (rg)