Ostsee: Gefährliche Aufnahmen von der Küste – „Ganz schön heftig“

Das Hohe Ufer bei Ahrenshoop (Aufnahme von 2017)
Das Hohe Ufer bei Ahrenshoop (Aufnahme von 2017)
Foto: IMAGO / CHROMORANGE

Steilküsten und -ufer sind etwas Beeindruckendes. Als Spaziergänger fühlt man sich so weit oben erhaben und kann den Blick umso weiter über die Landschaft und das Meer schweifen lassen. Die Ostsee-Insel Rügen ist für ihre Steilküsten bekannt, auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gibt es Steiluferabschnitte.

Doch diese besonderen Abschnitte der Ostsee-Küste in Mecklenburg-Vorpommern können auch Gefahren bergen.

Ostsee: An der Steilküste besteht Abbruchgefahr

Das Hohe Ufer erstreckt sich über 3,2 Kilometer von der Wustrower Seebrücke bis zum Ahrenshooper Grenzweg auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Streckenweise ist der Hochuferweg wegen Abbruchgefahr gesperrt.

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An den Abbruchkanten des Steilufers zwischen Ahrenshoop und Wustrow besteht Lebensgefahr. Betreten ist hier verboten.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Auf Facebook hat ein Mann jetzt ein Video von diesem Küstenabschnitt geteilt. Es ist aktuell datiert, auf den 11. April. Gleich mehrere gefährliche Abbruchkanten sind zu sehen.

Ostsee_Steilküste

Das Video hat viele Reaktionen ausgelöst. In der Kommentarspalte zeigen sich viele beeindruckt und bestürzt von diesen Aufnahmen, hier eine Auswahl:

  • „Ganz schön heftig“
  • „Wahnsinn! Die Natur arbeitet ganz schön“
  • „Traurig, es zu sehen“
  • „Das sieht jetzt ganz schön gefährlich aus“
  • „Und da laufen immer noch Leute unten lang. Lebensmüde ehrlich.“

Ostsee: Schutz des Steilufers ist ein Thema

Abbrüche am Steilufer zwischen Ahrenshoop und Wustrow sind nichts Neues. Langfristig bedrohen die stetigen Küstenabbrüche jedoch den Bestand des Steilufers.

Deshalb gibt es den Verein Interessengemeinschaft Hohes Ufer e.V., der sich für den Schutz und Erhalt des Steilufers einsetzt. Er macht sich für Buhnen oder Steinwälle sowie eine Sandaufspülung stark, um das Ufer zu schützen.

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Auch die Landesregierung hat den Küstenschutz in dieser Region auf dem Schirm. Die Erneuerung des Buhnensystems ist ein Bestandteil davon.

Von November 2020 bis jetzt, im April 2021, werden insgesamt 4.600 Pfähle in Ahrenshoop neu gerammt, zwei Millionen Euro kostet der Buhnenersatzneubau.

Die neuen Buhnen auf der Ostsee-Halbinsel Fischland-Darß-Zingst waren nötig, weil sie von der Schiffsbohrmuschel beschädigt worden waren. (kbm)