Ostsee: Diese tonnenschwere Gefahr verbirgt sich im Meer – Bergung „so schnell wie möglich“

Am Meeresboden verbirgt sich eine Gefahr. Eine Bergung könnte schon in wenigen Jahren beginnen.
Am Meeresboden verbirgt sich eine Gefahr. Eine Bergung könnte schon in wenigen Jahren beginnen.
Foto: imago images/Leo

Auf dem Grund von der Nord- und Ostsee liegen noch immer 1,6 Millionen Tonnen Altmunition aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Gefahr, die sich am Meeresboden der Ostsee verbirgt, soll verschwinden – dafür zeichnet sich nun eine politische Lösung ab.

Ostsee: Immer wieder gibt es Zwischenfälle

FDP und Grüne im Bundestag wollen einen Antrag auf den Weg bringen, um die Kampfmittel aus dem Meer zu holen. Das gleiche Ziel verfolge ein weiterer Antrag von SPD und CDU, der zurzeit zwischen den Fraktionen abgestimmt wird, berichtet die „Ostsee-Zeitung“.

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Sie zitiert den Rostocker Bundestagsabgeordnete Peter Stein (CDU): „Es muss jetzt so schnell wie möglich losgehen.“ Er gehe davon aus, dass sich die beteiligten Parteien auf eine gemeinsame Linie verständigen und demnächst ein Beschluss gefasst wird. Stein halte es für möglich, dass die Bergung schon in den kommenden Jahren beginnen kann.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das zweitgrößte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Die „Ostsee-Zeitung“ erinnert zudem an Zwischenfälle, die sich aufgrund der Altlasten im Meer ereignet haben: Im Sommer 2019 fand ein Strandspaziergänger in Graal-Müritz einen angespülten Klumpen Phosphor, der sich selbst entzündete, zuvor gab es ähnliche Fälle auf Usedom.

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Und noch eine Gefahr geht demnach von der Altmunition aus: Forscher der Universität Kiel konnten stark krebserregende Stoffe aus verrotteten Bomben in Muscheln nachweisen.

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Mehr von der Ostsee:

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Einem Fischer war in der Ostsee erst vor Kurzem eine 250 Kilo schwere Ankertaumine ins Netz gegangen. Mehr darüber erfährst du >>> hier. (kbm)

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