Ostsee: Große Gefahr im Meer kann tödlich sein – jetzt soll DAS endlich helfen

In Mecklenburg-Vorpommern soll ein neues Projekt helfen, ein großes Problem in der Ostsee zu lösen. (Symbolbild)
In Mecklenburg-Vorpommern soll ein neues Projekt helfen, ein großes Problem in der Ostsee zu lösen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / imagebroker

Sie sind eine große Gefahr für Meeresbewohner: Geisternetze. Sie treiben im Wasser oder liegen am Meeresgrund. In den vergangenen Jahren hat die Umweltschutzorganisation WWF 18 Tonnen der herrenlosen Fischernetze aus der Ostsee geholt.

Tiere können sich darin verheddern. Sie können sich Gliedmaßen abschnüren, ersticken oder verhungern. Geisternetze sind ein Problem in den Meeren weltweit. In der Ostsee soll ein neues Projekt bei der Lösung helfen.

Ostsee: Pilot-Projekt zur Bergung

In Mecklenburg-Vorpommern startet das bundesweit erste Pilot-Projekt zur Bergung von Geisternetzen, das mit von einem Küstenbundesland verwalteten Fischereigeldern finanziert wird.

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Der WWF wird zwei Jahre lang die Suche, Bergung und Entsorgung von Geisternetzen mit eigens entwickelter Methode federführend durchführen und dabei mit Fischern und Behörden eng zusammenarbeiten. Das geht aus einer Mitteilung der Organisation hervor.

Erstmals würden dabei auch Kapazitäten der Behörden genutzt, indem zum Beispiel ein landeseigenes Schiff zur Bergung eingesetzt wird. In zwei bis drei verschiedenen Fischereigebieten soll die Sonarsuche und Netzbergung in erprobt werden.

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Am Anfang des Projektes stehen gemäß Mitteilung Workshops mit regionalen Fischereien etwa aus Greifswald, Hiddensee oder der Wismarer Bucht. Auch die fachgerechte Entsorgung der Netze, die bisher „eine Schwachstelle“ sei, ist demnach Teil des Projektes.

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Ostsee: Geisternetze machen 30 bis 50 Prozent des Plastikmülls im Meer aus

Die Umweltschützer loben die Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern als richtungsweisend:

„Geisternetzbergung vor unseren Küsten muss zur staatlichen Aufgabe werden. Mit diesem Projekt schafft Mecklenburg-Vorpommern als Pionier unter den Küstenbundesländern die Grundlagen dafür und übernimmt Verantwortung für den gefährlichen Plastikmüll aus alten Netzen“, wird Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros zitiert.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das zweitgrößte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Geisternetze bestehen aus Kunststoff und machen etwa 30 bis 50 Prozent des Plastikmülls in den Meeren aus.

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Taucher können den WWF bei seinem Einsatz gegen Geisternetze mit Einträgen in einer App unterstützen. Mit welchen weiteren Maßnahmen der WWF gegen Geisternetze in der Ostsee vorgeht, erfährst du >>> hier. (kbm)