Rügen: Wegen dieser Plage müssen SIE massenweise sterben – „Ein grausames Bild“

Auf der Insel Rügen hat sich ein Schädling ausgebreitet.
Auf der Insel Rügen hat sich ein Schädling ausgebreitet.
Foto: IMAGO / STAR-MEDIA, IMAGO / imagebroker/Rosseforp (Montage MOIN.DE)

Er setzt vielen Wäldern zu. Auch auf Rügen. Der Borkenkäfer hat sich in den vergangenen Jahren durch die Fichten auf der Ostsee-Insel gefressen. Das hat Folgen.

Die „Ostsee-Zeitung“ berichtet über Waldbesitzer Jochen Vömel auf Rügen, der zusehen muss, wie sich sein Wald lichtet. Die Bäume müssen gefällt werden. „Ich muss nun das Beste daraus machen: Das Holz bestmöglich verwerten und dann dafür sorgen, dass es weiterhin ein ordentlicher Wald bleibt. Ich werde ihn umbauen müssen“, sagt er. Wichtig sei, den Schädlingen die Möglichkeiten nehmen, sich auszubreiten. Denn das haben sie auf der Insel getan.

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Rügen: Viele Bäume sind geschwächt

Geschwächte Bäume können dem Eindringen des Borkenkäfers nicht standhalten. Er legt dann seine Eier unter der Rinde ab und die Larven fressen die wichtigsten Schichten des Stammes.

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Das sei flächendeckend auf Rügen eingetreten, schreibt die „Ostsee-Zeitung“. Die heißen und wasserarmen Sommermonate in den vergangenen Jahren waren mit dafür verantwortlich, dass die Bäume weniger Harz produzieren. Und mit Harz schützen sich die Bäume vor dem Borkenkäfer.

Cornell Kuithan, Revierleiter im Forstamt Rügen, sagt über den Wald von Jochen Vömel: „Es ist ein grausames eindrückliches Bild. Die Bäume sind zum Teil schneeweiß, weil die Rinde ab ist.“ Hier bleibe nichts anderes übrig, als diese zu fällen.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Die Fichte hat aus Kuithans Sicht keine Zukunft auf der Insel Rügen. Die Verhältnisse seien hier ungünstig für die Bäume.

Rügen: „Der Wald wächst nach und erholt sich auch wieder“

Die „Ostsee-Zeitung“ zitiert auch den Rügener Geobotaniker und Landschaftsökologe Hans Dieter Knapp: Fichten seien vor 200 Jahren künstlich eingeführt worden, weil sie schnell wachsen und brauchbares Holz liefern.

Die Zeit der Fichte sei aufgrund des Klimawandels schlichtweg vorbei.

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In Schutzgebieten wie dem Nationalpark Jasmund würde man bei einem Borkenkäfer-Befall nichts unternehmen.

„Der Wald wächst nach und erholt sich auch wieder“, so der Experte. In einem Wirtschaftswald sehe es natürlich anders aus. (kbm)