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Ostsee: Traurige Prognose – diese Orte könnten bald von der Karte verschwinden

Phänomen am Ostsee-Strand

Ganze Inseln und Städte in und um die Ostsee von der Landkarte gestrichen? Das könnte tatsächlich passieren, zeigt eine brandneue Simulation von der Hafen-City Universität.

Ganze Landstriche könnten bald von der Ostsee verschluckt werden. Dabei trifft es einige Orte besonders heftig.

Ostsee: Visualisierung des Meeresspiegelanstiegs

An der Hafen-City Universität wurden die Folgen des klimabedingten Meeresspiegelanstiegs visualisiert und in einer umfangreichen Studie deutlich gemacht, welche Regionen in Abhängigkeit von zum Beispiel der Höhe des Temperaturanstiegs bis 2100 von der Bildfläche verschwinden könnten.

Als Grundlage für die Simulation wurden anhand der möglichen Klimamodelle (RCP-Szenarien) aus dem Bericht des „Weltklimarats (IPCC)“ die möglichen Überflutungsflächen berechnet und auf einer interaktiven Karte dargestellt.


Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

Ostsee: Klimaszenarien bei unterschiedlichen IPCC-Prognosen

Unterteilt wurden die Szenarien in der Visualisierung nach den unterschiedlichen IPCC-Prognosen. So basiert die erste Simulation des Meeresspiegelanstiegs auf dem gemäßigten IPCC-Szenario RCP4.5, bei dem die Temperatur im Mittel um ca. 1,8 °C ansteigt. In diesem Szenario sind bei einer überfluteten Fläche von 1.061 km² 5.477 Menschen betroffen.

Dramatischer wird es schließlich in Szenario zwei und drei. Während im zweiten Szenario bei einem Anstieg des Temperaturmittels um ca. 3,7 °C, 1.157 km² Fläche überflutet werden und damit 7.636 Menschen betroffen wären, sind es im dritten Szenario 18.433 Menschen bei einer überfluteten Fläche von 1.430 km².

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Ostsee: Drei Orte besonders stark betroffen

An drei Orten wären die Auswirkungen des Anstieges am heftigsten erkennbar. Vor allem die Region bei Anklam, Usedom und Zingst wären von einem Anstieg wie in Szenario drei wie vom Erdboden verschwunden.


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Die Studie zeigt nochmals, wie wichtig es ist, rechtzeitig das Ziel, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen, zu erreichen. Andernfalls könnten, wie in der aktuellen Studie deutlich wird, bis 2100 Teile der Ostseeküste für immer verschwinden.