Ostsee: Aktivisten sammeln Müll am Strand – plötzlich machen sie einen Ekel-Fund

Müllsammelaktion an der Ostsee-Küste auf Rügen.
Müllsammelaktion an der Ostsee-Küste auf Rügen.
Foto: picture alliance / dpa

Immer wieder machen sich Menschen auf an die Küste, um Müll zu sammeln. Dabei kommen traurigerweise meist riesige Mengen an Abfall zusammen. So auch als kürzlich Aktivisten die Ostsee-Küste von Rügen entlangliefen.

Doch neben den Bergen an Müll machte die Gruppe auch einen echten Ekel-Fund an der Ostsee.

Ostsee: „Sea Shepherd“ räumt Rügen-Strand auf

Zu Beginn der Woche versammelte sich eine Gruppe der Umweltschutzorganisation „Sea Shepherd“ am Küstenabschnitt zwischen dem Hafen Mukran und Sassnitz. „Fernab der aufgeräumten Strände entlang der Promenaden und Strandkörbe liegen Ufergebiete, die einem aufzeigen, wie es tatsächlich um unsere Meere bestellt ist“, hieß es dazu in einer Mitteilung der Organisation.

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Insgesamt konnte das Team binnen weniger Stunden rund 130 Kilogramm Müll zusammensammeln. Neben Verpackungsmaterialien und Angelleinen bargen die Helfer auch ein 70 Kilogramm schweres Fischernetz.

Zudem entdeckten sie insgesamt drei tote Tiere an der Ostsee-Küste, einen toten Fischotter und zwei stark verweste Robben-Kadaver. Die Funde wurden dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund mitgeteilt, das in Mecklenburg-Vorpommern für die Bergung von toten Meeresbewohnern zuständig ist.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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„Sea Shepherd“: Fischerei als Ursache

Die Umweltschutzorganisation sieht als Verursacher des eingesammelten Mülls vor allem die Fischerei. „Auch wenn die Todesursache nicht feststeht, können wir trotzdem festhalten, dass ein Großteil des aufgefundenen Mülls Spuren der Fischerei sind“, heißt es in der Mitteilung.

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Seit 2013 wird an der deutschen Ostsee-Küste das Müllaufkommen anhand eines Spülsaum-Monitorings überwacht. Vor allem Plastikmüll macht mit 70 Prozent einen Großteil des gefundenen Abfalls aus.

Laut Umweltbundesamt entsteht der Müll am Meer vor allem aus touristischer Nutzung, Einträge aus der Schifffahrt und der Fischerrei spielen demnach nur eine untergeordnete Rolle. (mik)