Rostock kämpft mit mehreren Problemen, doch es gibt auch gute Aussichten

Die Innenstadt von Rostock.
Die Innenstadt von Rostock.
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

In Rostock stehen viele Unternehmen vor einer großen Herausforderung. Das macht der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Thorsten Ries am Donnerstag klar.

Zu den größten Problemen, die die Unternehmen in Rostock treffen, zählen die Lieferengpässe bei der Beschaffung von Energie, Rohstoffen und Vorprodukten.

Rostock: Geschäfte dennoch gut

Auch der Personalmangel und die steigenden Arbeitskosten stellten eine Hypothek für den wirtschaftlichen Erholungsprozess dar.

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Gleichzeitig habe der IHK-Geschäftsklimaindex einen Sprung um 22 Punkte gemacht. Er erreiche mit 121 Indexpunkten einen Wert, der leicht über dem Vor-Corona-Niveau liegt. „Die deutliche Mehrheit der Unternehmen verzeichnet wieder gute Geschäfte und blickt positiver in die nähere Zukunft“, betonte Ries.

Dies zeige sich in den merklich gewachsenen Investitionsabsichten und einer erhöhten Bereitschaft der Betriebe, Personal einzustellen. Erstmals seit dem Frühsommer 2019 berichteten die Unternehmen über gewachsene und überdurchschnittliche Auftragsbestände. Ries wertete dies als Zeichen dafür, dass der Aufschwung deutlich mehr als ein Strohfeuer sein könne.

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Das ist Rostock:

  • größte Stadt unter den 84 Städten in Mecklenburg-Vorpommern
  • rund 210.000 Einwohner (Stand 2020)
  • Hafenstadt reizt durch ihre attraktive Lage an der Ostsee
  • Bekannt ist sie außerdem als Universitätsstadt mit der im Jahr 1419 gegründeten Uni
  • nicht nur ein beliebter Urlaubsort, sondern auch Wirtschafts- und Verkehrsknotenpunkt im Norden Deutschlands

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Rostock: Hoffnungsvollerer Blick in die Zukunft

In der Umfrage bewerteten 50 Prozent der Unternehmen ihre momentane Situation als gut. Der Anteil der negativen Bewertungen schrumpft im Vergleich zur letzten Umfrage im Mai von 35 auf zehn Prozent. Fast ein Viertel der Unternehmer blickten hoffnungsvoller in die nähere Zukunft und gehen von einer weiteren Geschäftsverbesserung aus.

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Bereits in der Vorwoche hatten die beiden anderen Industrie- und Handelskammern des Landes über ähnliche Umfrageergebnisse berichtet. In Neubrandenburg stieg der Konjunkturklimaindex mit 125 auf das Niveau von Ende 2019, in Schwerin wurden sogar 126,6 Punkte festgestellt. (dpa)