Rügen: Angler in Lebensgefahr – das hat jetzt teure Konsequenzen

Zwei Angler sind in der vergangenen Woche auf der Ostsee vor Rügen in Lebensgefahr geraten. Das wird jetzt teuer für sie (Symbolbild).
Zwei Angler sind in der vergangenen Woche auf der Ostsee vor Rügen in Lebensgefahr geraten. Das wird jetzt teuer für sie (Symbolbild).
Foto: imago

Am Dienstag vergangener Woche sind zwei Männer vom Hafen in Lohme auf Rügen zum Angeln aufgebrochen. Als sie dann draußen auf der freien Ostsee waren, ereignete sich Dramatisches: Die Männer gerieten in Seenot.

Kurzzeitig trieben sie sogar in der vier Grad kalten Ostsee (MOIN.DE berichtete). Doch die Männer hatten Glück: Angler aus zwei anderen Booten in der Nähe nahmen die Verunglückten an Bord. Anschließend brachte ein Rettungshubschrauber sie ins Krankenhaus. Doch die Rettungsaktion vor Rügen wird für die beiden Angler jetzt teuer.

Rügen: Summe „im vierstelligen Bereich“

„Wir werden ihnen den Einsatz in Rechnung stellen“, sagte Stefan Grammann, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Stralsund, der „Ostsee-Zeitung“ (OZ). Das Mehrzweckschiff „Arkona“ hatte das beinah vollständig gesunkene Boot im Auftrag seiner Behörde an Bord gehievt und zum Stralsunder Dänholm gebracht.

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Die Summe stehe zwar noch nicht fest, sie werde sich aber erfahrungsgemäß im vierstelligen Bereich bewegen, wird Grammann weiter zitiert.

Der Hubschraubereinsatz für die Rettung sei da noch nicht eingerechnet.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Der Unfall habe sich 25 Seemeilen vor der Küste ereignet. Laut Grammann sei das Boot nicht für solche Hochsee-Touren ausgerüstet gewesen.

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Diese Sicht ist bei Anglern gemäß „OZ“ umstritten. Behördenchef Grammann wird hingegen mit diesen deutlichen Worten zitiert: „Das war leichtsinnig und gefährlich. Das hätte auch ganz anders ausgehen könnten.“ (kbm)

Eine deutlich angenehmere Erfahrung machte kürzlich ein Team von Anglern auf der Ostsee vor Rügen. Ihnen ging ein unglaublicher Fang ins Netz. Dafür mussten sie jedoch sehr lange warten. Mehr dazu kannst du >> hier lesen.

Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich bei allen aktuellen und ursprünglich eingebauten Bildern um Symbolbilder.