Rügen lockert – aber einigen Menschen wird das nichts bringen

Rügen hat seine Corona-Regeln gelockert
Rügen hat seine Corona-Regeln gelockert
Foto: picture alliance / Jens Koehler | Jens Koehler

Rügen geht einen Schritt Richtung Normalität. Seit Freitag darf der Einzelhandel im gesamten Landkreis wieder öffnen.

„Die Branche hat enorm Federn lassen müssen, daher freue ich mich für jeden Einzelnen, der wieder aufschließen kann“, sagte Stefan Kerth, Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen. Trotzdem dürfte die Freude auf der Insel verhalten sein.

Rügen: Einzelhandel darf öffnen

Denn die Touristen, die einen Großteil der Kunden im Einzelhandel auf der Insel ausmachen, dürfen noch nicht anreisen. Erst Mitte Juni öffnet Mecklenburg-Vorpommern für Übernachtungsgäste.

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Dann vorerst für solche aus dem eigenen Bundesland. Am 14. Juni ist dann ein weiterer Öffnungsschritt geplant.

Der Frust darüber ist sowohl auf Rügen als auch auf der Nachbarinsel Usedom gewaltig (MOIN.DE berichtete). Man hatte sehnlichst auf eine frühere Öffnung gehofft.

Öffnung auf Rügen ist befristet

Immerhin dürfte der Einzelhandel dann gut vorbereitet sein, wenn Touristen wieder nach Rügen strömen. Die Öffnung der Läden ist erst einmal bis zum 22. Mai befristet, kann aber jederzeit widerrufen werden.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Das geschieht laut NDR frühestens, nachdem im Kreis die Inzidenz für drei Tage über 50 liegt, etwa wenn sich die Corona-Fälle nicht genau lokalisieren lassen.

Spätestens aber, nachdem die Sieben-Tage Inzidenz zehn Tage lang ununterbrochen über 50 liegt.

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Außerdem müssen die Geschäfte für Sicherheits- und Hygienekonzepte gesorgt haben. Einen Test müssen Kunden zum Einkaufen aber nicht vorweisen.

In Betrieben gebe es etwa zwei Testangebote pro Woche, in der Pflege bestehe eine Testpflicht. „Das gibt uns eine gute Sicherheit und rechtfertigt, dass wir diese Hürde für unseren Einzelhandel nun zurücknehmen können“, zitiert der NDR Landrat Kerth. (lh)