Sankt Peter-Ording (SPO): Beliebte Attraktion wird sich für immer verändern – Fans befürchten „Schickimicki“

Dieser beliebte Traditionsort in Sankt Peter-Ording (SPO) wird sich für immer verändern.
Dieser beliebte Traditionsort in Sankt Peter-Ording (SPO) wird sich für immer verändern.
Foto: picture alliance / dpa-mag

Für viele Fans des Küstenortes Sankt Peter-Ording (SPO) gehörte ein Besuch in der legendären „Seekiste“ zum Urlaub dazu. Das Lokal hatte zahlreiche Stammkunden. Die bisherigen Pächter haben allerdings schon vor einer Weile verkündet, dass sie aufhören würden.

Ein Nachfolger für den bekannten Laden in Sankt Peter-Ording (SPO) ist bereits gefunden. Doch einige Urlauber haben Bedenken.

Sankt Peter-Ording (SPO): Präsentation überzeugte Gemeinde

Die bisherigen Pächter Maike und Dirk Haupt hören nach 14 Jahren auf – sie haben Lust auf Veränderung. Dass die Tourismuszentrale nun einen Nachfolger gefunden hat, sorgt für sehr hohe Resonanz unter den Menschen.

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Ab 2022 wird aus der „Seekiste“ das „Salt & Silver am Meer“ – der Name allein klingt schon etwas fancy. Die neuen Pächter Thomas Kosikowski und Johannes Riffelmacher kommen kommen aus Hamburg und besitzen dort bereits zwei Restaurants mit „internationalem Flair“, wie es von der Tourismuszentrale heißt.

„Als wir im Januar von der öffentlichen Ausschreibung der Seekiste erfahren haben, wussten wir sofort: Das machen wir! Das passt wie Arsch auf Eimer – Salt & Silver muss ans Meer“, so die neuen Besitzer in einer Mitteilung. „Also entwickelten wir ein ganzheitliches Gastronomiekonzept, das soziale, ökologische und nachhaltige Aspekte in sich vereint. So, wie es mitten auf einem Strand im Naturschutzgebiet Wattenmeer eben sein sollte.“

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In mehreren Präsentationen mussten sie die Gemeindevertreter von ihren Ideen überzeugen. „Nie im Leben“ hätten sie gedacht, dass das gelingt. Das eigentliche Konzept der Macher: Auf Reisen Rezepte aufstöbern und sie dann nach Hause bringen.

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Das ist Sankt Peter-Ording (SPO):

  • liegt im Südwesten der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein.
  • Der Küstenort ist in vier Ortsteile gegliedert: Böhl, Bad, Dorf (Süd) und Ording.
  • Insgesamt 3.997 Menschen leben dort.
  • Nach den Übernachtungszahlen ist Sankt Peter-Ording in Schleswig-Holstein das führende Seebad auf dem Festland.

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Sankt Peter-Ording (SPO): Angst vor der Veränderung

Neben der vielen positiven Resonanz in den Sozialen Netzwerken gibt es auch einige kritische Stimmen, die Zuspruch erhalten. Wie immer, wenn Veränderungen bei etwas Liebgewonnenem anstehen. „Langsam aber sicher verliert SPO seinen alten Charme und geht über in Schicki-Micki, sehr schade“, schreibt eine Frau. „Also noch ein Schickimicki-Pfahlbau. Schade“, heißt es außerdem.

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Und eine weitere Frau meint: „Habe mir die Karte von Salt & Silver in Hamburg angesehen. Mag ja für die Großstadt passen, aber für SPO, wo Familien gerne Urlaub machen? Nix für mein Portemonnaie.“

Sankt Peter-Ording (SPO): Flair soll nicht verloren gehen

Ob diese Sorgen allerdings berechtigt sind, wird sich zeigen. Denn die „Salt & Silver“-Macher wollen sich in Sankt Peter-Ording nicht darauf fokussieren, internationale Rezepte in den Pfahlbauten zu kochen. Stattdessen planen die Macher etwas anderes:

„Ein klimaneutrales Restaurant erschaffen, das den ganzen Charme der Region in sich vereint und in ein Geschmackserlebnis verzaubert. Wir werden mit lokalen Bauern, Fischern und Gärtnereien zusammenarbeiten. Wir werden beste, bodenständige Zutaten ohne Schnickschnack aber voller Geschmack und Finesse präsentieren. Wir werden das Erbe von Dirk und Maike Haupt in der Seekiste voller Respekt und Demut antreten und dabei auch die treue Stammkundschaft der Seekiste nicht außer Acht lassen.“

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Man verspreche, dass es keinen Funken weniger Leidenschaft, Liebe zum Gastgeben und Nordsee-Feeling geben werde.

Eines wird sicher sein: Die Urlauber werden das neue Restaurant im nächsten Jahr an diesen Aussagen messen. (rg)