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Schleswig-Holstein: Schockierende Zahlen – jedes dritte Kind hat…

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In Schleswig-Holstein gibt es bei vielen Kindern offensichtlich ein Problem (Symbolbild) Foto: Westend61/Imago

Kiel. 

Es ist eine erschreckende Nachricht: Ein Drittel der Zwölfjährigen in Schleswig-Holstein hat bereits Karies!

So steht es im aktuellen Zahnreport der Barmer-Krankenkasse. Demnach wurde bereits bei 32,4 Prozent der Zwölfjährigen, also rund 26.000 Kindern in Schleswig-Holstein, Karies behandelt.

Schleswig-Holstein: Viele Kinder mit Karies

Ein Grund dafür könnte sein, dass viele Kinder mit Milchzähnen noch kein gründliches Zähneputzen beigebracht bekommen, weil die Zähne ja „sowieso ausfallen“.

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Doch das ist fatal: „Zahnpflege darf nicht erst im bleibenden Gebiss beginnen, sondern sollte schon bei den Milchzähnen zur täglichen Routine gehören“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt von der Barmer in Schleswig-Holstein.

Viele Kinder in Schleswig-Holstein schon früh betroffen
Viele Kinder hätten oft schon im Milchgebiss Karies. 54 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland haben hier schon eine Kariesbehandlung benötigt. Diese Zahlen seien alarmierend.

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„Wer schon im Milchgebiss Karies hat, wird oft auch Karies und Folgeschäden im bleibenden Gebiss haben. Nicht zuletzt verursacht auch die Milchzahnkaries zum Teil starke Schmerzen“, sagt Hillebrandt.

Kinder aus Schleswig-Holstein oft selten beim Zahnarzt
Der Anteil der Kinder, die über einen Zeitraum von sechs Jahren überhaupt keinen Kontakt zu einem Zahnarzt gehabt hätten, sei zudem erstaunlich hoch. Bei den Kindern unter sechs Jahren seien es mehr als 15 Prozent. In den mittleren Altersgruppen sind es immerhin noch knapp zehn Prozent, die innerhalb von sechs Jahren keinen Zahnarzt besucht haben.

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Dabei sei es wichtig, regelmäßig zu Vorsorge- und Kontrollterminen zum Zahnarzt zu gehen, warnt Bernd Hillebrandt.

Große Unterschiede in Schleswig-Holstein
Es gebe deutliche regionale Unterschiede in Schleswig-Holstein, so die Krankenkasse. So wird am häufigsten im Landkreis Herzogtum Lauenburg (34,4 Prozent) bei den Zwölfjährigen gebohrt und gezogen, am seltensten in Nordfriesland (29 Prozent). Die Ursachen dieser regionalen Besonderheiten sind unklar.

Schleswig-Holstein: Ärmere Kinder besonders gefährdet

Laut der Studie gibt es einen erschreckenden Zusammenhang zwischen Karies bei Unter-18-Jährigen und dem Einkommen der Eltern. Je weniger Geld die Familie hat, desto öfter haben die Kinder Zahnprobleme. (wt)