Sylt: Frau geht spazieren – plötzlich macht sie eine Entdeckung!

Bei einem Spaziergang auf Sylt hat eine Frau Ungewöhnliches entdeckt. (Symbolbild)
Bei einem Spaziergang auf Sylt hat eine Frau Ungewöhnliches entdeckt. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen

Die Nordseeinsel Sylt ist für viele Menschen ein Rückzugsort vom stressigen Alltag in den deutschen Großstädten. Allerdings gibt es für die Einheimischen, was die Wohnsituation angeht, immer mehr Probleme. Gerade weil die Insel so beliebt ist, wird der Platz nämlich enger (MOIN.DE berichtete).

Aktuell sorgen etwas andere neue Zuzügler dagegen für Begeisterung bei den Insulanern. Obwohl sie Sylt für die komplette kommende Urlaubssaison belagern werden, zaubern die Neuankömmlinge ein Lächeln auf viele Gesichter.

Sylt: Neue Dauergäste sorgen für Abwechslung

Nichtsahnend beim Spazieren entdeckte eine Frau in Wenningstedt-Braderup plötzlich eine ungewöhnliche Situation. Aus der Ferne erkannte sie mehrere Personen nebeneinandersitzen – und das ohne Abstand und ohne Maske. Was war denn da los? Als die Frau näher kam, löste sich das Rätsel auf: Die vermeintlichen Personen waren nämlich gar keine Menschen, sondern Kunstwerke.

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Dabei wirken die Figuren täuschend echt und in der Dunkelheit können sie bei dem einen oder anderen schon zu diesem Trugschluss führen.

Es handelt sich um die Ausstellung der Künstlerin Christel Lechner, die der Grundidee der „Alltagsmenschen“ schon seit 1996 verfolgt. Seit 2004 arbeitet sie gemeinsam mit ihrer Tochter an den Exponaten.

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Das sind die „Alltagsmenschen“:

  • Künstlerinnen sind das Mutter-Tochter-Gespann Christel und Laura Lechner
  • Die „Alltagsmenschen“ sind lebensgroße Betonskulpturen, die Menschen in Alltagssituationen widerspiegeln
  • Die Figuren wiegen zwischen 80 und 150 Kilogramm
  • Die „Alltagsmenschen“ kann man deutschlandweit finden
  • Neben Sylt findet man die Figuren in Mosbach (Baden-Württemberg) und Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen)

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Dabei sind die Figuren auf Sylt keine Neuheit. Auf der Webseite von Wenningstedt wird über die bereits dauerhaft zugezogenen „Alltagsmenschen“ berichtet. So gibt es bereits drei Surferinnen auf der südlichen Promenade, zwei Schwimmer am Dorfteich, ein Fotograf an der Berthin-Bleeg Straße und nun eben zehn neue Betonskulpturen vor dem Kursaal auf Sylt.

Sylt: Die Dauerausstellung wird durch zehn neue Figuren ergänzt

Das Exponat mit dem Titel „Couch Zone“ zeigt Menschen, die sich gemütlich auf Sofas platziert haben, und soll für die kommende Saison Besucher dazu einladen sich neben sie zu setzen. Was gibt es Schöneres, als die Ruhe mit einem leichten Meerrauschen im Hintergrund zu genießen?

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„Die Sofas laden natürlich dazu ein, sich zu den Alltagsmenschen zu setzen – und das ist auch so gewünscht. In genau dieser Interaktion mit den Figuren liegt für mich der Charme der ‚Alltagsmenschen‘“, sagt Henning Sieverts, der Tourismusdirektor von Wenningstedt-Braderup.

„Es ist immer wieder schön zu sehen, für wie viel Freude die Figuren bei unseren Gästen und Syltern sorgen“, fügt Sieverts hinzu.

Den meisten Menschen gefällt es und viele freuen sich schon darauf, die „Alltagsmenschen“ persönlich auf der Insel begrüßen zu dürfen.

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In einer Facebook-Gruppe für Sylt-Fans postete die Spaziergängerin ihre Schnappschüsse von den Kunstwerken und schreibt: „Heute auf unserem Abendspaziergang in Wenningstedt neue Alltagsmenschen entdeckt. Die sehen doch wieder toll aus.“

Sylt: Die Figuren zaubern bei den meisten ein Lächeln ins Gesicht

Das sorgt bei den meisten für Freude, aber auch für etwas Schmunzeln. Viele kommentieren unter die Bilder:

  • „Ich liebe die ‚Alltagsmenschen‘“
  • „Mega tolle Figuren. Einen besonderen Dank an die Künstlerin. Klasse.“
  • „Durften die denn anreisen, ohne gültigen Coronatest?“
  • „Ein Glück das wenigstens bei den Alltagsmenschen etwas Normalität ist! Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, dass auch bei uns alles wieder gut wird!“
  • „Prima. Endlich wieder neue ‚Gäste‘ auf der Insel.“

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, so bleibt es natürlich nicht aus, dass sich auch Kunstkritiker zu Wort melden. Das kommt aber bei dem Großteil der Gruppenmitglieder nicht gut an.

Eine Frau schreibt nämlich: „Ich finde die total doof. Kann leider so gar nichts damit anfangen.“

Was mit einem harmlosen Kommentar anfängt, bauscht sich schnell hoch: „Warum müssen es so fürchterlich unattraktive ‚Alltagsmenschen‘ sein. Dick und fett. Sehr seltsam“, schießt die Frau.

Sylt: Scharfe Kritik gegenüber den „Alltagsmenschen“

Das können einige so gar nicht verstehen und verteidigen die Kunstwerke. Eine Frau reagiert mit den Worten: „Ziemlich geschmacklose Aussage normal gebauten Durchschnittsmenschen gegenüber.“

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Eine weitere fügt hinzu: „Vielleicht sollten Sie sich mal mit der Künstlerin etwas näher befassen, um zu verstehen, was hier dargestellt wird.“

Und eine weitere rundet die Kommentare ab mit: „Kleidergröße 36 ist nicht normal und solche Kommentare sind komplett daneben.“

Zumindest der Mehrheit der Insulaner gefallen die Gäste. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass von ihnen keine potentiellen Störfaktoren wie Lärm oder Müll ausgehen.

Auf der Webseite von Wenningstedt findet man übrigens eine Übersicht über alle „Alltagsmenschen“ auf Sylt. >>> Hier kannst du sie erkunden.

(pag)