Sylt: Große Nachfrage! Wegen Corona legen sich viele Insel-Fans jetzt DAS zu

Ein wichtiges Mittel zur Kontaktverfolgung auf Sylt soll die Luca-App sein. Für Menschen ohne Smartphone gibt es jetzt diese Alternative (Symbolbild).
Ein wichtiges Mittel zur Kontaktverfolgung auf Sylt soll die Luca-App sein. Für Menschen ohne Smartphone gibt es jetzt diese Alternative (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Blaulicht News & picture alliance / Christoph Hardt/Geisler-Fotopress

Auf der Nordsee-Insel Sylt stehen hoffentlich bald Lockerungen im Tourismus an. Der genaue Zeitpunkt ist zwar noch unklar, aber die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren.

Ein wichtiges Mittel zur Kontaktverfolgung auf Sylt im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll dabei die Luca-App sein. Da jedoch nicht jeder Mensch ein Smartphone hat, gibt es die App jetzt auch in anderer Form.

Sylt: Kontaktverfolgung soll auch für Menschen ohne Smartphone bewerkstelligt werden

In Lübeck, Sylt und anderen Gemeinden Schleswig-Holsteins gibt es die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung seit einigen Wochen auch als Schlüsselanhänger. Damit können auch Menschen, die kein Smartphone haben, in Geschäften, Theatern oder anderen Orten ihre Kontaktdaten hinterlegen. Bei der Stadt Lübeck seien innerhalb weniger Tage bereits mehr als 4000 Bestellungen für die Anhänger eingegangen, sagte eine Sprecherin der Stadt.

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Auch die Inseln Sylt, Föhr und Amrum bieten ihre Gästen neben der Corona-App auch den Schlüsselanhänger als analoge Variante an. „Das Angebot kommt gut an, in den vergangenen zwei Wochen haben wir bereits rund 500 der Anhänger ausgegeben“, sagte der Tourismuschef von Amrum, Frank Timpe. Auch auf Sylt und Föhr bewegt sich die Nachfrage nach Angaben der dortigen Tourismusorganisationen in ähnlichen Größenordnungen.

Während Nutzer mit der Luca-App beim Betreten eines Ladens, Restaurants oder eine Veranstaltung einen dort aushängenden QR-Code scannen und so ihre Anwesenheit dokumentieren, wird beim analogen Schlüsselanhänger der darauf abgebildete QR-Code eingescannt.

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Bei einer Rückverfolgung von Infektionen kann der Code der Seriennummer des Anhängers zugeordnet werden, die die Gesundheitsämter beim Nutzer erfragen.

Sylt: Datenschützer warnen vor Nutzung

Auch die Orte an der Lübecker Bucht wollen die Luca-Anhänger an ihre Gäste ausgeben. „Wir sind ja touristische Modellregion, in der die elektronische Kontaktnachverfolgung vorgeschrieben ist“, sagte die Pressesprecherin der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB), Doris Wilmer-Huperz.

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Doch Datenschützer warnen vor Risiken. Bedenken gegen die Luca-App meldet dagegen das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz an.

„In den letzten Tagen haben sich die Meldungen zu Schwachstellen bei der Luca-App und dem Luca-Schlüsselanhänger gehäuft“, sagte die Landesdatenschutzbeauftragte Marit Hansen. „Im Moment rate ich von der Benutzung ab“, sagte sie.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Geschehnisse weiter entwickeln. (dpa)