Usedom: Enkelin sieht sich Kontoauszüge ihrer Oma an – und entdeckt darauf Schlimmes

Zum Glück konnte die Enkelin ihre Oma dadurch vor noch größerem Schaden bewahren (Symbolbild).
Zum Glück konnte die Enkelin ihre Oma dadurch vor noch größerem Schaden bewahren (Symbolbild).
Foto: imago images/Leo & imago images/photothek

Über die Feiertage besuchte ein Frau ihre Oma auf der Ostsee-Insel Usedom. Während des Besuches schauten sich die Beiden die Kontoauszüge der Seniorin an.

So konnte die Großmutter von der Insel Usedom vor noch größerem Schaden bewahrt werden. Denn die 32-jährige Enkelin entdeckte Schlimmes darauf.

Usedom: Die Seniorin überwies viel Geld

Aufgefallen war der 32-Jährigen zunächst eine Überweisung von Mitte Dezember in Höhe von 5.900 Euro auf ein Konto, dessen Inhaberin einen deutschen Namen hat. Die 79-Jährige erklärte ihrer Enkelin, dass ein Mann mit Akzent sie angerufen habe – so schreibt es die Polizei in einer Mitteilung.

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Der Mann habe gesagt, er sei von der Verbraucherzentrale und beauftragt, Schulden einer Lottogesellschaft einzufordern. Würde die Geschädigte die Summe nicht zahlen, so müsse er einen Anwalt einschalten. Die Seniorin überwies das Geld. Sie war auf eine Betrugsmasche hereingefallen. Doch damit nicht genug.

Als die Enkelin die Kontoauszüge der vergangenen Monate durchging, fielen ihr weitere Ungereimtheiten auf. Im Oktober hatte ihre Oma 150 Euro an eine Dienstleistungsgesellschaft überwiesen. Sie sei von einer Lottogesellschaft angerufen worden, so die 79-Jährige.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck

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Die Anruferin habe ihr gesagt, dass sie ihren Vertrag nicht gekündigt habe. Bei einer einmaligen Zahlung von 150 Euro sei der Fall jedoch erledigt. Die Seniorin überwies.

Usedom: Abbuchungen von mindestens fünf verschiedenen Firmen

Darüber hinaus entdeckte die Enkelin gemäß Polizei immer wiederkehrende Abbuchungen kleinerer Beträge von mindestens fünf verschiedenen Firmen seit August diesen Jahres. Offensichtlich war die Geschädigte gleich in mehrere Abofallen getappt.

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Die Polizei weist darauf hin, dass Vertragsabschlüsse am Telefon bei Gewinnspieldiensten inzwischen nicht mehr ausreichen, sondern in Textform erfolgen müssen. Einige Buchungen konnte die Enkelin mit ihrer Großmutter auf der Insel Usedom bei der Bank rückgängig machen. Der Gesamtschaden beläuft sich jedoch auf fast 7000 Euro.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Betrüger auf der Insel Usedom mit einer fiesen Masche erfolgreich waren. Erst vor wenigen Wochen war eine Frau aus Koserow auf Usedom auf ein betrügerisches Hilfsangebot hereingefallen, wie du >>> hier nachlesen kannst. (kbm)