Usedom: Urlauber sind frustriert! „Macht alles kaputt“

Viele würden gerne nach Usedom – dürfen aber nicht.
Viele würden gerne nach Usedom – dürfen aber nicht.
Foto: picture alliance/dpa | Stefan Sauer

Viele Touristen, die einen Aufenthalt am Anfang des Sommers auf Usedom geplant hatten, wurden von den jüngsten Ankündigungen des Landes bitter enttäuscht. Denn Urlaub auf der beliebten Ostsee-Insel – das wird vorerst nur für Bewohner aus Mecklenburg-Vorpommern möglich sein.

Stand jetzt dürfen die Inseln Usedom und Rügen sowie der Rest des Landes noch mindestens bis zum 7. Juni keine Gäste empfangen. Erst dann soll der Tourismus langsam wieder gelockert werden. Zunächst dürfen Bewohner aus Mecklenburg-Vorpommern anreisen. Ab dem 14. Juni soll dann auch wieder Übernachtungstourismus von außerhalb möglich sein.

Usedom: Urlauber frustriert über Stornierungen

Für einige Besucher eine herbe Enttäuschung. Sie hatten auf Urlaub zu Pfingsten oder Anfang Juni gerechnet. In einer Facebook-Gruppe für Usedom-Fans hat sich eine Frau traurig über die Absage ihrer Ferienwohnung gezeigt. „Schade, heute wurde unsere Ferienwohnung auf Usedom abgesagt. Wären ab dem 5. Juni dort gewesen“, schreibt sie.

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Der Post löste zahlreiche Reaktionen aus. Viele Menschen können die Enttäuschung der Frau nachvollziehen. „Traurig. Wir wären Sonnabend gekommen und haben abgesagt wegen Corona“, schreibt eine andere Frau. „Wir haben auch unsere Stronierung erhalten, wollten Pfingsten und die folgende Woche reisen. Jetzt geht's nach Schleswig-Holstein an die Ostsee“, berichtet eine weitere.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Usedom: Kritik an Manuela Schwesig

Manche reagierten zudem äußerst verärgert und kritisierten die Landesregierung scharf. „Ich kann das nicht verstehen... Die Frau macht alles kaputt. Denkt die nicht an ihre Mitmenschen? Ich hoffe, dass sie nicht wiedergewählt wird“, lässt eine Frau ihrem Ärger über Ministerpräsidentin Manuela Schwesig freien Lauf.

„Alles unverständlich. Bei diesem geringen Inzidenzwert! Campingplatz wurde auch abgesagt. Die armen Gastronomen hätten das Geschäft dringend gebraucht“, berichtet eine andere.

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Eine weitere Frau versucht, zu beschwichtigen: „Wir dürfen ja jetzt schon als Tagesgäste und der Rest folgt. Zeit und Geduld haben das haben wir doch geübt“, kommentiert sie.

Tatsächlich bleibt abzuwarten, ob der Beschluss der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern, den Tourismus zunächst nur für Einheimische zu öffnen, rechtskräftig bleibt. In Niedersachsen wurde ein ähnlicher Beschluss jüngst gekippt, nachdem ein Urlauber aus Nordrhein-Westfalen erfolgreich dagegen geklagt hatte (MOIN.DE berichtete).

Rügen pocht auf Öffnung

Stefan Kerth, Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen will derweil nicht mehr länger warten. Er hat der Landesregierung einen Fünf-Stufen-Plan vorgelegt. Mehr dazu kannst du >> hier lesen. (mik)