Hamburger SV: Moritz packt nach seinem HSV-Abgang aus: „Die Stimmung war zu schlecht“

Christoph Moritz stand von Juli 2018 bis Juni 2020 beim Hamburger SV unter Vertrag.
Christoph Moritz stand von Juli 2018 bis Juni 2020 beim Hamburger SV unter Vertrag.
Foto: imago images/Philipp Szyza

Hamburg. Diese Worte über den Hamburger SV haben es in sich.

Christoph Moritz zählte bis Ende Juni zum Kader des HSV. Nachdem sein Vertrag beim Hamburger SV auslief, ist der 30-Jährige jetzt vereinslos.

Hamburger SV: Moritz mit schonungsloser Analyse

Der Mittelfeldspieler erzählte nun schonungslos offen, was am Ende der vergangenen Saison das große Problem beim Hamburger SV war. Besonders die schlechte Stimmung im Team soll einer der Gründe für den verpassten Aufstieg gewesen sein.

„Je später die Saison, desto größer wird der Frust bei denen, die nicht berücksichtigt werden“, sagte Moritz dem HSV-Blog „Rautenperle“: „Da nehme ich mich null aus. Auch für mich waren es immer sechs Tage, die mächtig Spaß gemacht haben – und dann eben der eine Tag, an dem man als Fußballer mächtig Frust schob.“

Moritz wurde in der zurückliegenden Saison von Trainer Dieter Hecking nur in acht Spielen eingesetzt. Nur vier Mal stand er dabei in der Startelf.

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„Viele fühlten sich links liegen gelassen“

Der frühere Spieler des Hamburger SV erklärte: „Viele fühlten sich links liegen gelassen vom Trainer. Und manche wurden am Ende als Hoffnungsträger gebraucht. Dass das nicht so funktioniert wie gewünscht, war abzusehen. Dafür war die Stimmung zu dem Zeitpunkt in der Kabine einfach schon zu schlecht.“

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HSV verspielte den Aufstieg

Drei Spieltage vor dem Saisonende hatte der Hamburger SV beste Chancen, um direkt in die Bundesliga aufzusteigen. Weil die Hecking-Truppe in den drei abschließenden Spielen gegen Osnabrück, Heidenheim und Sandhausen aber nur einen Punkt holte, reichte es am Ende nicht mal für die Relegation.

Die negative Stimmung nahm der routinierte Profi früh wahr. Doch Moritz hatte nicht das Gefühl, dass er in der richtigen Position war, um mit Hecking offen darüber zu reden.

„Normalerweise spricht man miteinander und benennt Baustellen und Probleme“, so der 30-Jährige: „Aber ich hatte nach den anderthalb Jahren beim HSV und dem halben Jahr unter ihm einfach nicht das Standing, um zum Trainer zu gehen und ihn auf Missstände anzusprechen.“ (dhe)