Hamburger SV: Thioune muss Abwehr umbauen – SO könnte der HSV spielen

Hamburger SV: Trainer Daniel Thioune muss improvisieren.
Hamburger SV: Trainer Daniel Thioune muss improvisieren.
Foto: imago images/Sven Simon

Der Hamburger SV meldet sich zurück. Nach zwei Startsiegen soll in Fürth der nächste Erfolg her.

Doch den Hamburger SV plagen starke Personalprobleme. In der Abwehr könnte es an diesem Wochenende sehr eng werden.

Hamburger SV: Neustart nach 19 Tagen Pause

Nach knapp dreiwöchiger Spielpause muss der Hamburger SV erst wieder ins Rollen kommen. 19 Tage – so lange war die Unterbrechung für keinen anderen Top-Konkurrenten in der 2. Bundesliga. Die ausgefallene Partie gegen Erzgebirge Aue hatte die zweiwöchige Spielpause um einige Tage verlängert.

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„Wir wären gern im Flow geblieben“, bedauert Trainer Daniel Thioune. Nach Siegen über die Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf (2:1) und SC Paderborn (4:3) hätte der Coach den Startschwung liebend gern genutzt. Jetzt muss sein Team den Faden am Samstag (13.00 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth aufnehmen.

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Gewissermaßen wird das Spiel in Franken zum Probelauf für die Defensive. Die Abwehr muss notgedrungen neu formiert werden. Nicht die beste Ausgangsposition, denn schon in den vorangegangenen Partien, der Test gegen den dänischen Zweitligisten FC Fredericia (4:3) eingeschlossen, lief es in der Defensive nicht rund. Da helfen drei Abwehrformationen in drei Partien nicht bei der Festigung des Gefüges.

SO könnte die HSV-Abwehr aussehen

„Die maximale Stabilität ist bei uns noch nicht gegeben“, moniert Thioune. Vielleicht kommt er seinen Wunschvorstellungen in Fürth mit anderem Personal näher. Die verletzten Außenverteidiger Tim Leibold und Josha Vagnoman fehlen ebenso wie Innenverteidiger Stephan Ambrosius (Quarantäne).

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Zur Verfügung stehen Toni Leistner, der seine Meisterschaftssperre abgebrummt hat, und Moritz Heyer fürs Zentrum sowie Jan Gyamerah und Bryan Hein auf den Außenpositionen. Letztgenannter ist 19 Jahre, spielt in der Regionalliga-Mannschaft der Hamburger und könnte seine Zweitliga-Premiere erleben. „Seine Entwicklung ist sehr positiv“, betont Thioune.

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So könnte der HSV spielen:

Hamburger SV: Ulreich - Gyamerah, Leistner, Heyer, Hein - Onana, Hunt - Dudziak - Wintzheimer, Terodde, Kittel

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Entscheidung gefallen! ER hütet das HSV-Tor

Die meisten Blicke wird Sven Ulreich auf sich ziehen. Der 32 Jahre alte Schlussmann, der von Bayern München an die Elbe kam, steht erstmals in einem HSV-Pflichtspiel zwischen den Pfosten. „Sven Ulreich ist ein sehr, sehr guter Bundesliga-Torwart, der unsere Qualität noch einmal erhöhen kann“, begründet Thioune die Rochade.

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Ein vermutlich unangenehmes Gespräch mit Daniel Heuer Fernandes war dem Torwartwechsel vorausgegangen. Thioune musste dem Deutsch-Portugiesen erklären, warum er nach 33 Spielen für die Norddeutschen künftig nur noch Nummer zwei im Kasten ist. „Vielleicht nicht ganz nachvollziehbar. Wir haben sehr erfolgreich mit Daniel gespielt. Seine Leistungen waren gut“, berichtet der Trainer, bekennt aber: „Das ist im Profifußball so.“

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„Mit der Favoritenstellung muss man leben“

Ulreich ist vielleicht das letzte Signal an die Konkurrenz, wie ernst der HSV in dieser Saison das Unternehmen Aufstieg angeht. Wenn auch vordergründig von Entwicklung des Teams gesprochen wird und die Rückkehr ins Oberhaus zumindest in der Öffentlichkeit auf dem Index steht - die Personal-Liste lässt keine anderen Schlüsse zu.

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„Wenn man die Kaderzusammenstellung sieht, dann muss man mit der Favoritenstellung leben“, räumt Thioune ein, vermutet aber: „Nur weil wir Favorit sind, wird uns keiner Tore und Punkte schenken.“ Die Fürther mit Sicherheit auch nicht. (dpa)