Hamburger SV: Fans pfeifen eigene Mannschaft aus – so überraschend reagiert HSV-Stürmer Glatzel

Der HSV spielte nur remis gegen die Darmstädter.
Der HSV spielte nur remis gegen die Darmstädter.
Foto: IMAGO / Nordphoto

Zum vierten Mal in Folge peilt der Hamburger SV den Aufstieg in die 1. Bundesliga an. Doch bislang tun sich die HSV-Kicker schwer.

Beim letzten Spiel bekam der Hamburger SV den gesamten Frust der Fans zu spüren. Stürmer Glatzel äußerte sich jetzt zu dem Vorfall. Wie er auf die Aktion reagiert, könnte einige Fans überraschen.

Hamburger SV: Fans pfeifen Mannschaft nach vier Spielen aus – Glatzel verständnisvoll

Es begann alles so verheißungsvoll. Gegen den Absteiger Schalke 04 (3:1) gelang der perfekte Start in die Saison. Doch danach folgte prompt die Ernüchterung. Ein Unentschieden (1:1) gegen Dynamo Dresden, dann die bittere Derbyniederlage gegen St. Pauli (2:3) und zuletzt wieder nur ein Punkt gegen SV Darmstadt (2:2).

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Nachdem sich der HSV kurz vor der Pause noch das Ausgleichstor zum 2:2 einfing, erhofften sich die Fans in der zweiten Halbzeit einen schnellen Treffer ihrer Mannschaft. Sie wurden jedoch enttäuscht, denn anstatt schnell nach vorne zu spielen, wurde Torwart Daniel Heuer Fernandes immer wieder mit Rückpässen angespielt. Das brachte die Fans zum Kochen und es hagelte Pfiffe von den Tribünen.

Im Anschluss an das Spiel zeigte Stürmer Robert Glatzel zumindest in Teilen Verständnis für die Reaktion der Zuschauer: „Natürlich ist es nicht schön, wenn die Fans pfeifen. Aber man kann es ein bisschen verstehen. Die Fans wollen, dass man nach vorn spielt und gewinnt. Wir müssen aber geduldig sein.“

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Das ist Robert Glatzel:

  • Geboren am 8. Januar 1994 in München.
  • Sein Debüt in der 2. Bundesliga feierte er am 2. Oktober 2016 für den 1. FC Kaiserslautern gegen Arminia Bielefeld.
  • Anfang 2021 wechselte er auf Leihbasis zum 1. FSV Mainz 05 und konnte zum Klassenerhalt mit zwei Toren beitragen.
  • Seit dieser Saison hat er einen Vertrag beim Hamburger SV bis zum 30. Juni 2024 unterschrieben.

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Auch Trainer Tim Walter kommentierte die Pfiffe im Volkspark.

Tim Walter verteidigt neuen Spielstil und hofft auf Unterstützung der HSV-Fans

Tim Walter ist erst seit dieser Saison der neue Chef an der Seitenlinie der Hamburger. Sein System sieht es ganz eindeutig vor, auch den Keeper mit ins Spiel zu bringen.

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Gegen Darmstadt kam Heuer Fernandes auf 66 Ballkontakte. In den Spielen davor gegen den FC St. Pauli (70) und bei Dresden sogar noch mehr (81). Der Trainer machte klar: „Das ist nun mal unser Spiel“. Deshalb wird er auch in den kommenden Partien nicht von der Taktik abweichen.

Vielmehr setzt er darauf, die Stimmung der Fans für sich gewinnen zu können: „Ich hoffe, dass uns die Zuschauer in Zukunft noch mehr nach vorne treiben, was sie in anderen Situationen auch tun. Wir wollen sie mitnehmen, emotionalisieren. Und irgendwann knacken wir sie!“

Um das zu schaffen, wäre ein Sieg sicherlich hilfreich. Am Samstag (13.30 Uhr) hat der Hamburger SV den nächsten Versuch gegen den 1. FC Heidenheim.