„3nach9“ im NDR: Expertin warnt vor diesen Tieren – „Hinterherrennen, um sich auf ihr Opfer zu stürzen“

Ute Mackenstedt bei einer Aufzeichnung vom NDR.
Ute Mackenstedt bei einer Aufzeichnung vom NDR.
Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | gbrci/Geisler-Fotopress

Wieder einmal versammelten sich illustre Gäste im NDR-Studio von „3nach9“. Mit am runden Tisch: Fußballer Neven Subotic, Meterologe Sven Plöger, Musiker Eddy Schmitz, Moderatorin Minh-Khai Phan-Thi und Parasitologin Ute Mackenstedt.

Letztere wartete mit einem erwartungsgemäß unangenehmen Thema auf: Die Zecken sind zurück! Bei „3nach9“ im NDR offenbarte sie beunruhigende Fakten und räumte gleichzeitig mit Mythen rund um die Blutsauger auf.

„3nach9“ im NDR: Die spinnen, die Tiere

Eine Sorge, die viele Menschen in den Sommermonaten umtreibt, ist ein Zeckenbiss mit gesundheitlichen Konsequenzen. FSME heißt eine Krankheit, die durch Zecken übertragen wird. Die „Frühsommer-Meningoenzephalitis“ ist eine gefährliche Gehirn-, Hirnhaut- oder Rückenmarkentzündung, die durch Viren verursacht wird, die Zecken übertragen.

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Das ist „3nach9“:

  • „3nach9“ ist die älteste laufende bundesdeutsche Fernseh-Talkshow
  • Die Sendung wird im Auftrag von Radio Bremen produziert
  • Sie läuft alle vier Wochen freitags von 22.00 bis 0.00 Uhr bei Radio Bremen TV
  • Das NDR Fernsehen, der HR und der RBB übertragen die Sendung ebenfalls
  • „3nach9“ wird seit 1989 von Giovanni di Lorenzo moderiert, seit 3. September 2010 gemeinsam mit Judith Rakers

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„3nach9“ im NDR: Hohe Fallzahlen

Schaut man sich die Fallzahlen an, wird deutlich, dass es besonders viele Fälle in Süddeutschland gibt. Im Umkehrschluss sollte das doch heißen, dass es im Norden weniger Zecken gibt – oder? „Das stimmt aber nicht“ meint die Expertin. „Wir beobachten auch, dass die Risikogebiete immer weiter nach Norden wandern. Sie sind da. Überall.“, sagt sie.

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Dazu kommen neue Zeckenarten, die einwandern. „Das können und müssen wir erwarten“, gibt die Expertin zu Protokoll. Besonders gruselig: Arten aus dem Mittelmeerraum, die an hohe Temperaturen noch viel besser angepasst sind, als heimische Arten in Deutschland.

Ein Vorbote ist die „Monster-Zecke“ Hyalomma. Diese Art kann „über hunderte Meter einem Menschen hinterherrennen, um sich auf ihr Opfer zu stürzen“, wie Mackenstedt bestätigt.

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„Die hat ein anderes Jagdverhalten, die hat Augen“, erzählt die Parasitologin. In Laboren habe sie das Verhalten bereits getestet – die Hyalomma, was übersetzt Glasauge bedeutet, sei gezielt auf Menschen zugelaufen, um sich dann festzubeißen.

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„3nach9“ im NDR: Den Gästen kribbelt's

Für die Entfernung von Zecken nach einem Biss hat die Expertin auch noch einige Tipps: Der Mythos, dass der Kopf einer Zecke unbedingt mit raus müsse, da sonst der Körper wieder nachwachse, stimme schon mal nicht, sagt sie. „Zecken haben keinen Kopf, das ist ein Dorn oder ein Stachel“.

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Doch wie geht der Mensch nun vor, drehen oder ziehen? „Macht keinen Unterschied“, sagt Mackenstedt. Und auch wenn doch etwas dringeblieben ist, sollte man keine Panik bekommen. „Nicht gleich zum Chirurgen rennen. Da werden nicht mehr Krankheitserreger übetragen, das geht schlichtweg nicht, und da wächst auch nichts nach. Das geht von selber raus“. (wip)