Hamburg: G20-Brandstifter werden verurteilt – vor dem Gericht spielen sich unschöne Szenen ab

In Hamburg standen drei Menschen wegen geplanter Attentate vor Gericht
In Hamburg standen drei Menschen wegen geplanter Attentate vor Gericht
Foto: Jannis Große/Imago

Hamburg. In einem Prozess, der in Hamburg für viel Aufsehen gesorgt hat, ist am Donnerstag das Urteil verkündet worden. Vor Gericht standen die drei mutmaßlichen Brandstifter.

Ihnen wurde vorgeworfen, am zweiten Jahrestag des G20-Gipfels in Hamburg mehrere Brand-Anschläge geplant zu haben.

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Hamburg: Haftstrafen für die Angeklagten

Wie sich im Prozess herausstellte, wollten die 32- und 28-jährigen Männer sowie die 29-jährige Frau, bekannt als die „Drei von der Parkbank“, nahe des Wohnhauses von Senatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) Feuer legen.

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Außerdem wollten sie das Auto eines Immobilienberaters sowie zwei Immobilienbüros anzünden. Sie sollen einen weiteren, noch unbekannten Mittäter gehabt haben.

Der 32-Jährige erhielt eine Strafe von einem Jahr und zehn Monaten, der 28-Jähriger ein Jahr und sieben Monate und die 29-jährige Frau eine Strafe von einem Jahr und acht Monaten.

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Keine Bewährung, sondern Haft. Die Verteidiger hatten Freispruch gefordert.

Hamburg: Rangeleien vor dem Gericht

Dennoch kommen die Angeklagten zunächst auf freien Fuß. Denn das Gericht hob die Haftbefehle für die drei auf. Die beiden Männer saßen seit ihrer Festnahmen in einem Park am 8. Juli vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl für die Frau war bereits außer Vollzug gesetzt worden.

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Die rund 20 Zuschauer begrüßten die vorläufige Freilassung mit lautem Jubel. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Vor dem Gerichtsgebäude kam es nach der Urteilsverkündung zu Rangeleien mit der Polizei. Die Beamten setzten nach Beobachtung eines dpa-Fotografen Pfefferspray ein und nahmen zwei Menschen in Gewahrsam. (dpa/wt)