Hamburg Hafen: Hier lauert eine erschreckende Gefahr – niemand weiß, wie groß sie wirklich ist

Eine Anfrage der Linkenfraktion an den Senat bringt erschreckende Erkenntnisse aus dem Hafen Hamburg ans Licht (Symbolbild).
Eine Anfrage der Linkenfraktion an den Senat bringt erschreckende Erkenntnisse aus dem Hafen Hamburg ans Licht (Symbolbild).
Foto: imago stock&people

Es waren schreckliche Szenen, die sich Anfang August im Hafen von Beirut abspielten! Große Mengen Ammoniumnitrat sorgten für eine verheerende Explosion im Stadtzentrum. Aber könnte so etwas auch in Hamburg passieren?

Diese Frage beschäftigte auch die Fraktion der Linken in der Bürgerschaft – sie stellten eine Anfrage an den Hamburger Senat. Was dabei herauskommt, ist wirklich erschreckend: Gleich an vier Stellen darf der Stoff, der zur Herstellung von Sprengstoff verwendet wird, in größeren Mengen im Hafen von Hamburg gelagert werden.

Hafen Hamburg: Lagerflächen stehen unweit von Wohnhäusern

Das Besorgniserregende daran: Einige der Lagerflächen, die sich zum Beispiel in Altenwerder oder am Tollerort befinden, stehen unweit von Wohnhäusern. Gerade einmal 500 Meter trennen die Gebäude, in denen Menschen leben, laut NDR von dem gefährlichen Stoff.

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Nach Angaben des Senats gäbe es entsprechende Sicherheitsvorkehrungen, damit sich das Ammoniumnitrat hier nicht entzünden könne. Doch es gibt noch eine weitere erschreckende Erkenntnis aus der Anfrage des Hafensprechers der Linken, Norbert Hackbusch.

Wie viele Tonnen befinden sich im Hafen Hamburg?

Denn: Genaue Zahlen darüber, wie viele Tonnen des gefährlichen Stoffes im Hafen von Hamburg gelagert werden, liegen nicht vor. Es gäbe zwar Genehmigungen, die eine Höchstmenge vorgeben würden. Aber die sollen laut NDR erheblich sein.

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Und auch diese Zahl macht Angst: Seit Mai sind in Hamburg mehr als 7.000 Tonnen Ammoniumnitrat auf Containerschiffe geladen oder von ihnen gelöscht worden. Das ist etwa das Dreifache von dem, was für die Explosion in Beirut verantwortlich war.

Erschreckende Angaben aus dem Hafen Hamburg

Zur Erinnerung: Die Explosion richtete verheerende Schäden im Stadtzentrum an. Mindestens 190 Menschen starben, mehr als 6.500 wurden verletzt. Bis zu 250.000 Menschen verloren gar ihr zu Hause.

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Für Hackbusch sind die Angaben des Senats „erschreckend“. Das dürften wohl auch viele Hamburger so sehen. (mk)