Hamburg: Trauerfeier für Legende Hans Böhrs – so außergewöhnlich nahmen seine Promi-Gäste Abschied

Bea Swietczak
Hamburg: Otto Waalkes kam mit seiner Ex-Ehefrau Manu zur Beerdigung ihres jahrzehntelangen Weggefährten.
Hamburg: Otto Waalkes kam mit seiner Ex-Ehefrau Manu zur Beerdigung ihres jahrzehntelangen Weggefährten.
Foto: Bea Swietczak

Es gibt traurige Beerdigungen, zu denen alle in Schwarz kommen. Und es gibt die Ausnahme, eine fröhliche Beerdigung, bei der alle bunt gekleidet erscheinen. Wie nun auch in Hamburg.

So hatte es sich der Verstorbene noch zu Lebzeiten gewünscht. So bunt wie sein Leben sollte sie sein. Dieser Wunsch wurde Hans Böhrs, der am 8. Mai im Alter von 82 starb (hier mehr), nun auf dem Friedhof Diebsteich in Hamburg erfüllt.

Hamburg: Bunte Bilder zu traurigem Anlass

Einige Wegbegleiter kamen in Hawaii- und Blümchenhemden, andere bevorzugten knalliges Rot oder Gelb. Komiker Otto Waalkes hatte für seinen guten Freund ein taubenblaues Jackett und rote Sneakers gewählt. Seine Ex-Frau Manu begleitete ihn in Jeans und mit roter Jacke. Beide waren Jahrzehnte lang enge Freunde Böhrs’.

Das Hamburger Unikum war jahrelang Mitveranstalter der Konzerte im Hamburger Stadtpark, Mitglied der „Rentnerband“, Gründer des Faschingsfestes LiLaBe sowie TV-Star der Comedyserie „Bananas“.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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„Es ist so traurig, mir fehlen die Worte“, meinte Otto Waalkes. „Es ging plötzlich so schnell. Ich war gerade von meiner Amerika-Reise zurückgekommen und wurde von der Nachricht über seinen Tod überrascht. Wir hatten noch kurz zuvor miteinander telefoniert. Aber es ist ja immer zu früh, wenn jemand stirbt. Egal, ob er nun 89 oder 82 Jahre alt war.“

Hans Böhrs hat ein sehr intensives Leben gelebt, erzählte Otto weiter. „Er hat alles in vollen Zügen genossen. Dass die Trauerfeier bunt ist, macht es für uns alle etwas leichter. Das hat Hans ja extra so gewollt.“

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Überraschender Gast in Hamburg

So bunt war dann auch die Musikauswahl in der Kapelle: das besinnliche „Take Five“ von Dave Brubeck, das fröhliche „Boogie Wonderland“ von Earth Wind & Fire und das nachdenkliche „So wie du warst“ von Unheilig. Außerdem waren persönliche Erinnerungsstücke zwischen den Kränzen neben seinem Sarg aufgebaut: seine Rollschuhe, sein Fondue-Topf und ein gemaltes Porträt, an das Fotos von Böhrs Lieblingshunden, seinen Möpsen, angeheftet waren.

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Natürlich durften auch die Schnäpse nicht fehlen. Nachdem der Sarg in die Erde eingelassen wurde, gab’s für alle Kurze. Unter den Trauergästen war auch Konzert-Dinosaurier Karsten Jahnke. Hans Böhrs und er hatten viele Jahre lang eng im Hamburger Stadtpark zusammengearbeitet.

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Doch zuletzt gab es geschäftliche Unstimmigkeiten, die zum Bruch ihrer Beziehung führten. Das hatte Hans Böhrs sehr zu schaffen gemacht. Umso überraschender war Jahnkes letzte Ehrerweisung. „Der Mann hat wirklich Charakter, dass er trotzdem kommt“, sagte ein anderer Wegbegleiter.

Eine große Zusammenkunft in Hamburg

Des weiteren gesichtet: Moderator Hans Ellermann und Musiker von der HSV-Stadionband „Hamburger Jungz“, „Truckstop“ sowie Sänger Boerney von der Spaßband „Boerney und die Tri Tops“. Der erzählte: „Mit Hans Böhrs hatte ich immer die härtesten Gagenverhandlungen, wenn wir bei LiLaBe für ihn aufgetreten sind.“

Anschließend ging’s im Konvoi weiter ins „Zwick St. Pauli“, wo Inhaber Uli Salm, der auch Bassist von „Rudolf Rock & die Schocker“ ist, für seinen alten Freund Hans die Trauerfeier ausrichtete. Dort gedachten alle noch mal dieses besonderen Menschen mit dem einstimmigen Statement: „Hans wollte bloß nie Mainstream sein, was er ja auch nicht war. Und er hat sich immer mit Leichtigkeit durchs Leben bewegt.“