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Hamburg: Dieses Tier wurde in erbärmlichem Zustand zurückgelassen – es gibt eine schlimme Befürchtung

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Am Silvesterabend wurde eine verwahrloste Katze in einem Gebüsch in Hamburg-Horn zurückgelassen – zum Sterben? Foto: imago images / CHROMORANGE & HTV

Es sind Bilder, die unter die Haut gehen. Am Silvesterabend wurde eine ca. 15 Jahre alte weibliche Katze allein in Hamburg-Horn aufgefunden. Ihr Fell war mit Filzklumpen übersät und das Tier massiv abgemagert.

Laut der Finderin wurde die Katze am späten Donnerstagabend des 31. Dezember 2020 in der Legienstraße, nahe der dortigen U-Bahn-Station, unter einem Busch entdeckt. An dem Tag herrschten Temperaturen von höchstens fünf Grad. Jetzt bittet der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. (HTV) die Menschen in Hamburg um Mithilfe. Wer kennt die Katze oder kann Hinweise zu ihren Haltern geben?

Hamburg: Katze war ausgetrocknet, abgemagert und verfilzt

„Als wir das Tier aufnahmen, war es innerlich sehr ausgetrocknet, sichtlich abgemagert, litt an Durchfall und hatte tellerhandgroße Filzklumpen am Fell. Dieses war hochgradig mit Kot verklebt“, erläutert die tierärztliche Leitung des HTV Dr. Urte Inkmann. „In diesem schlechten Gesundheitszustand hätte die Katze die nächsten Tage allein vermutlich nicht überlebt.“

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Die lebensbedrohliche Lage und das stark verfilzte Fell legen die Vermutung nahe, dass die Katze bereits seit mehreren Wochen bis Monaten massiv vernachlässigt und unterversorgt gewesen sein muss.

Der Vierbeiner wurde in der tierheimeigenen Praxis des HTV unter Narkose behutsam von ihrem quälenden Fellballast befreit – ihr Schwanz war so verfilzt, dass sie ihn nur noch hinter sich herziehen konnte – und erhielt Infusionen.

Katze in Hamburg geht es langsam besser

Leider hat sie noch immer mit Durchfall zu kämpfen, weswegen sie Spezialfutter bekommt und weiter gepäppelt werden muss. Auch wird sie im HTV gegen eine Schilddrüsenüberfunktion behandelt.

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Sie isst jedoch mit großem Appetit und es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Bei dem Tier handelt es sich um eine braun-schwarz-getigerte Langhaarkatze mit weißen Abzeichen, die nicht gechippt ist.

Wem gehört die Katze aus Hamburg?

Bisher hat sich niemand beim HTV gemeldet, der die Katze vermisst. Auch die Recherchen der HTV-Tierschutzberatung haben leider noch keine weiteren Erkenntnisse zum Halter oder zur Halterin ergeben.

Der schlechte Zustand des Tieres, das Fehlen eines Mikrochips, der Rückschluss auf die Herkunft der Katze geben könnte, sowie die Umstände, unter denen sie gefunden worden ist, legen den Verdacht nahe, dass das Tier ausgesetzt wurde.

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Aufgrund des dramatischen Gesundheitszustandes zum Zeitpunkt des Auffindens liegt ein besonders schwerer Fall von Aussetzung vor. Daher stellt der HTV Strafanzeige gegen Unbekannt und setzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus.

Hamburg: Tierschutzverein stellt Strafanzeige

Der HTV fragt: Wer hat am 31.12.2020 (Donnerstag) nachmittags bis späten Abend in der Nähe der U-Bahn-Haltestelle Legienstraße in Hamburg-Horn auffällige Personen oder auffällige Handlungen von Personen beobachtet?

Wem kommt die Katzen-Omi bekannt vor – oder wer weiß, dass eine entsprechende Katze seit dem genannten Zeitpunkt nicht mehr in ihrem bisherigen Zuhause ist?

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Hinweise werden telefonisch unter der 040 / 211106-25 montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr oder per E-Mail an tierschutzberatung@hamburger-tierschutzverein.de entgegen genommen.

Hamburg: Hohe Strafen für das Aussetzen von Tieren

Das Aussetzen eines Tieres stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann gemäß Tierschutzgesetz mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro bestraft werden.

Im Einzelfall, wenn der Tod oder schwere Verletzungen des Tieres durch die Umstände der Aussetzung billigend in Kauf genommen werden oder das Tier durch die Aussetzung und deren Folgen sogar zu Tode kommt, handelt es sich um eine Straftat.

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Diese kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. (mk)