Hamburg: Labor missbraucht Tiere bei Versuchen – jetzt gibt es eine krasse Wende!

Anfang 2020 wurde in Hamburg ein Labor geschlossen, das Hunde und Affen für Tierversuche missbrauchte. Jetzt der Schock für Tierschützer!
Anfang 2020 wurde in Hamburg ein Labor geschlossen, das Hunde und Affen für Tierversuche missbrauchte. Jetzt der Schock für Tierschützer!
Foto: imago images / Andre Lenthe

Heftiger Rückschlag für Tierschützer aus Hamburg!

Im Tierversuchslabor Laboratory of Pharmacology and Toxicology GmbH & Co. KG (LPT) in Hamburg-Neugraben wurden im letzten Jahr Hunde und Affen bei Versuchen schwer misshandelt. Ende 2019 deckte der Verein „Soko Tierschutz“ nach eigenen Angaben die Missstände auf. Durch die Arbeit der Tierschützer wurde Labor im Februar 2020 geschlossen. Doch nun der Schock.

Hamburg: Schock für den Tierschutzverein

Das LPT darf unter Auflagen Ende August wieder eröffnen! Das entschied das Oberverwaltungsgericht in Hamburg Mitte Juli. Zwischenzeitlich wurden nach Angaben des Versuchlabors nämlich unter anderem ein neuer Geschäftsführer, ein neuer Tierschutzbeauftragter und neue Tierversuchsleiter bestellt.

Die neuen Auflagen der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz (BJV) besagen, dass das LPT Informationen zu personellen Veränderungen, der Sachkunde des Personals sowie die genaue und überprüfbare Dokumentation zum Wohlergehen der Tiere vorlegen muss, damit es wieder öffnen kann.

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Die behördlichen Kontrollen des Versuchslabores werden außerdem noch einmal verstärkt.

Hamburg: Tierversuche sind gängige Praxis in der Forschung

Vor allem in der Medizin sind Tierversuche immer noch ein wichtiger Bestandteil der Forschung. Jedoch möchte die Stadt Hamburg Tierversuche und unnötiges Tierleid stärker kontrollieren und reduzieren.

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So soll künftig jedes Tierversuchsvorhaben genehmigungspflichtig sein. Auch die vorgeschriebenen Kontrollintervalle für Tierversuchlabore sollen von dreijährlich auf mindestens jährlich verkürzt werden.

Hamburg pocht auf strengere Regeln

Besichtigungen sollen dabei unangekündigt stattfinden. Darüber hinaus sollen nur noch Personen mit einem veterinärmedizinischen Hochschulabschluss Tierschutzbeauftragter werden dürfen.

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Weiter sollen Versuchlabore an Maßnahmen und Verfahren zur Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch forschen und ihre Ergebnisse veröffentlichen. Auch soll mehr Transparenz über Tierversuche für die Öffentlichkeit geschaffen werden.

Klare Worte aus Hamburg

Anna Gallina , Justiz- und Verbraucherschutzsenatorin von Hamburg, setzt sich ebenfalls für mehr Tierschutz ein. „Verbesserungen beim Versuchstierschutz sind dringend notwendig und längst überfällig“, sagt sie.

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Und betont: „Tierversuche sollen, wo irgend möglich, vermieden werden. Wir wollen daher jetzt mit unserer Initiative wichtige Schritte in die richtige Richtung unternehmen und dafür sorgen, dass deutlich mehr und unangekündigte Kontrollen stattfinden und die Unternehmen verpflichtet werden, Alternativen zum Tierversuch voranzubringen.“ (kf)