Hamburg: Olivia Jones ist fassungslos, als Prinz Marcus von Anhalt DAS sagt – „Sehr betroffen“

Traurig und wütend – so beschreibt Olivia Jones ihre Gefühlslage nach den Äußerungen von Prinz Marcus von Anhalt
Traurig und wütend – so beschreibt Olivia Jones ihre Gefühlslage nach den Äußerungen von Prinz Marcus von Anhalt
Foto: picture alliance, picture alliance / Geisler-Fotopress | Sebastian Gabsch (Montage MOIN.DE)

Nicht nur aus Hamburg kommt scharfe Kritik am Auftakt von „Promis unter Palmen“. Homophobe Äußerungen sind absolut inakzeptabel. Punkt. Doch solche Äußerungen waren in der Sendung bei „Sat.1“ zu hören.

Olivia Jones, Dragqueen und Kiez-Ikone aus Hamburg, haben sie „traurig und wütend gemacht“. Sie hat auf Instagram einen persönlichen, emotionalen und lehrreichen Beitrag verfasst.

Hamburg: Olivia Jones wendet sich direkt an Prinz Marcus von Anhalt

„Lieber Marcus“, beginnt Olivia Jones und spricht Prinz Marcus von Anhalt direkt an. Denn der Grund für ihre Betroffenheit sind homophobe Äußerungen des 54-Jährigen.

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Bei „Promis unter Palmen“ hatte er gesagt, er fände es eklig, wenn zwei Männer sich küssen. Es folgten weitere üble Beleidigungen, die Prinz Marcus von Anhalt an Dragqueen Katy Bähm richtete.

„Deine Worte gegenüber meiner Freundin Katy Bähm, Deine Ansichten über Homosexualität, haben mich sehr betroffen gemacht“, schreibt Olivia Jones. Dass Prinz Marcus von Anhalt bei seinem Wutanfall anscheinend ordentlich einen in der Krone hatte, seien zwar mildernde Umstände.

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Es sei eine Erklärung, aber keine Entschuldigung, so Jones weiter. „Deshalb fand ich es wichtig, dass Du Dich entschuldigt hast, als Du wieder nüchtern warst. Damit könnte es nun eigentlich erledigt sein.“ Doch das ist es für Olivia Jones nicht.

Hamburg: Olivia Jones hält Plädoyer für eine offene Gesellschaft

Die Hamburgerin nutzt ihre Reichweite für ein Plädoyer für mehr Toleranz:

„Aber ich bitte Dich trotzdem: Wenn Homosexuelle wie ich, Katy oder andere, sich durch Menschen wie Dich und Meinungen wie Deine ,gezwungen' fühlen, Zuneigung in der Öffentlichkeit nicht zu zeigen, Angst zu haben, sich zu schämen, nur weil andere damit ein Problem haben oder das als unnatürlich brandmarken — dann sind wir bald wieder in der Steinzeit. Hilf uns dagegen zu kämpfen. DAS wäre ritterlich, ein nobler Zug. Denn ,Adel' verpflichtet.“

Katy Bähm ist dankbar für diese prominente Unterstützung aus Hamburg: „Danke Schatz. We are queer!! And proud“, schreibt sie in einem Beitrag, der mit vielen Herzen versehen ist.

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Und auch bei den Fans von Olivia Jones ist die Unterstützung für ihre Haltung und ihren „tollen, wichtigen, offenen und auf den Punkt gebrachten Beitrag“, wie es in einem Kommentar heißt, groß.

Als „ekelhaft und beschämend“ wiederum wird der Auftritt des Prinzen bezeichnet. „Guten Charakter kann man halt nicht kaufen“, heißt es in den Kommentaren.

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